Unschön

Der „Süddeutscher Zeitung“ (12.3.20) kann man entnehmen, dass es in der Bevölkerung teilweise zu übertrieben heftigen Reaktionen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus kommt. So hat in München ein 45 Jahre alter Mann nicht nur seine Nachbarin mit chinesischen Wurzeln „überfallartig mit einem Desinfektionsmittel“ besprüht und dabei „mehrmals das Wort ,Corona’“ geschrien, sondern auch gedroht, ihr den Kopf abzuschneiden. Zum Glück ist es zu Letzterem nicht gekommen.
Solche Reaktionen halten wir für völlig überzogen und das Eingreifen der Polizei für berechtigt. Zudem müssen wir angesichts solcher Nachrichten besorgt feststellen, dass es nicht verwunderlich ist, wenn Desinfektionsmittel knapp werden.

Wir sind übrigens auch hocherfreut über die klare Stellungnahme des Verhaltensforschers Andy Yap von der Business Schol Inseafin Singapur, wenn dieser laut Süddeutscher Zeitung vom 16.3.2020 S.13 „Überreaktionen“ kritisiert, „wie die (…) eines Honkong-Chinesen, der (wegen des Corona-Virus) einen Lieferanten mit 600 Toilettenpapier-Packungen überfiel“. Doch solche Taten sind – zum Glück – „die Ausnahme“, aber es seien, so bemerkt Yap entschieden,  „Exzesse, die zu verurteilen sind.“  Dem ist nichts hinzuzufügen.

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