Logisch

Erdogan küsst alle seine Krieger (auch die toten?) – auf die Stirn. Ganz edle Geste! Selbstverständlich Tränen der Rührung bei den Kriegern (auch bei den toten?)

. Logisch: Erdogan ist damit allerdings für die nächsten Wochen voll ausgelastet und musste alle anderen Termine absagen, obwohl ja Trump die türkische Wirtschaft zerstören und ausradieren wird.

Die doofen Kurden ärgern sich, weil Trump keine Verpflichtung gegenüber den Kampfgenossen im Krieg gegen den IS sieht . Aber geschieht ihnen recht! Denn – logisch – wie Trump zu Recht feststellt: “Sie haben uns nicht im Zweiten Weltkrieg geholfen, sie haben uns beispielsweise nicht mit der Normandie geholfen.“

Ein heiliger Geist!

Unvergleichlich! Mit wem ließe er sich vergleichen?
Mit Bach? Hat ihn schon mal jemand gehört, wie göttlich er unter der Dusche zu singen vermag?
Mit Einstein? Er verfügt über “großartige und unübertroffene Weisheit” (“in my great and unmatched wisdom”) und hat erkannt, was für ein Schwachsinn die Relativitätstheorie, das Gerede vom Klimawandel usw. ist.
Mit Ghandi? Er hat bis heute noch nicht eine einzige seiner Atombomben abwerfen lassen, obwohl ihm verdammt danach gelüstete (“I too have a Nuclear Button, but it is a much bigger & more powerful one than his”). Er hat auch etwas gegen kleine ,lächerliche Stammeskriege’ wie in Syrien (ridiculous endless wars).
Mit Jesus? Er ist der größten Hexenjagd der Geschichte (single greatest witch hunt of a politician in American history) ausgesetzt.
Mit Gottvater? Er ist fürchterlich in seinem – alttestamentarisch anmutenden – Zorn („werde ich die türkische Wirtschaft vollständig zerstören und ausradieren“ – “destroy and obliterate”).
Nur was das Tanzen angeht, so kann er es angeblich nicht mit Nijinsky aufnehmen. Er hat auch bisher – zumindest öffentlich – auf alle Versuche, es ihm gleich zu tun, verzichtet – aus Furcht, sich lächerlich zu machen.
Aber sonst absolut anbetungswürdig!

Undeutsch, pfui!

Markus Söder (siehe Foto) sagt, es sei ja „fast schon blamabel“, wenn bei der Wahl (der EU-Kommissionspräsidentin) überwiegend deutsche EU-Parlamentarier, nämlich von der SPD, gegen deutsche Bewerber aufgetreten seien, nämlich die wundervolle Frau von der Leyen 1. Angesichts dieses undeutschen Verhaltens möchte man Trump-gleich 2 („unamerican“!!!!) ausrufen: Geht doch wieder dahin zurück, wo ihr hergekommen seid („Go back where you came from!!!“), in eure jüdische Sssowjetttunion 3. Geht doch nach drüben, ihr Nestbeschmutzer! Das muss sich doch für jeden reinvölkischen Deutschen von selbst verstehen: Lieber zehn deutsche Gauland als ein Timmermans, der sich zwar anders als von der Leyen den Wählern als Kandidat bei den Wahlen zum EU-Parlament gestellt hat, aber eben zwar germanisch, nichtsdestoweniger als fremdvölkisch anzusehen ist oder so!

Gauführer

“Ich habe eine bessere Bildung als sie, ich bin klüger als sie, ich bin auf die besten Schulen gegangen, sie nicht. Viel schöneres Haus, viel schönere Wohnung, alles viel schöner. Und ich bin Präsident, und sie nicht.” 1
Liebe Freunde von der AfD, kann man über – euer Vorbild – Trump Witze machen, oder muss bei diesem Gegenstand der Witz versagen?

Scheuer und Abe verlangen Friedensnobelpreis für Trump

Öffentlich ertrug Trump die Schmach meist mit großer Gelassenheit. Aber allein im Oval Office floss schon die eine oder andere Träne. Und aufgrund der üblichen Indiskretionen aus den Kreisen enger Vertrauter erfuhr man sogar von regelmäßigen morgendlichen Wutausbrüchen, die nicht nur den Haussegen, sondern angeblich sogar Trumps Haare schief hängen ließen: „Warum hat dieser schwarzhäutige, kurzhaarig dürre Obama“, brüllt er dann, „schon nach kurzer Amtszeit einen Friedensnobelpreis bekommen, aber ich immer noch keinen?“

Obama hatte ihn nach 15 Sekunden

Trump hat schließlich auch öffentlich auf einer Pressekonferenz erklärt, er verdiene für seine Bemühungen um Nordkorea und Syrien den Friedensnobelpreis. Empört rief er zudem: “Sie haben ihn Obama gegeben. Er wusste noch nicht einmal wofür. Er war gerade 15 Sekunden da und hat den Nobelpreis bekommen.“ ((http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-shinzo-abe-soll-us-praesident-fuer-friedensnobelpreis-vorgeschlagen-haben-a-1253659.html)) Und traurig fügte er hinzu: „Ich werde ihn wohl nie bekommen.” ((ebd.))

Abe will Gerechtigkeit

Aber als großer Diplomat wandte er sich bzw. ließ er seine „Regierungskreise“ sich wenden an den japanischen Ministerpräsident Abe, der ihn auf dessen bzw. deren Bitte hin tatsächlich prompt für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen hat und Trump anschließend sogleich eine wunderschöne Kopie des fünf(!)seitigen Nominierungsschreibens, ja sogar die „allerschönste Kopie” (Trump) zukommen ließ, wie man von Trump auf einer Pressekonferenz erfuhr. Trump hat dem zunächst wohl etwas ratlosen Abe dafür sicher auch einige Tipps zur Begründung seines Vorschlags gegeben: Dank seiner raffinierten Politik gegenüber Syrien (Bomben) und Nordkorea (langer Händedruck) habe den Friedensnobelpreis nämlich niemand mehr verdient als Trump. Trump hat Abe als Fürsprecher auserwählt, weil Abe Trump besonders dankbar sein muss; schließlich hat Trump ja die Nordkoreaner dazu gebracht habe, keine Raketen mehr über Japan abzufeuern. „Das habe ich gemacht”, sagte Trump stolz ((ebd.)).

Es geht nicht um Fahrzeugexporte in die Staaten

Abe war so willfährig nicht etwa, um Trump milde zu stimmen in Hinblick auf die Exporte japanischer Fahrzeuge in die Staaten, sondern weil der kleine Japaner nicht anders kann als den großen Politiker mit der blonden Mähne fast sklavisch zu verehren.
Ob das auch für Bundesverkehrtminister Scheuer zutrifft? Jedenfalls hat er sich sofort dem Vorschlag Abes angeschlossen und Trump schnurstracks die zehn(!)seitige, extrem wortreiche Begründung als Kopie von einer vor Trumps Herrschaft nie dagewesenen Schönheit (bunt bebildert mit vielen Sternen, Lilien und Löwen!) zukommen lassen..