Gauführer

“Ich habe eine bessere Bildung als sie, ich bin klüger als sie, ich bin auf die besten Schulen gegangen, sie nicht. Viel schöneres Haus, viel schönere Wohnung, alles viel schöner. Und ich bin Präsident, und sie nicht.” 1
Liebe Freunde von der AfD, kann man über – euer Vorbild – Trump Witze machen, oder muss bei diesem Gegenstand der Witz versagen?

Scheuer und Abe verlangen Friedensnobelpreis für Trump

Öffentlich ertrug Trump die Schmach meist mit großer Gelassenheit. Aber allein im Oval Office floss schon die eine oder andere Träne. Und aufgrund der üblichen Indiskretionen aus den Kreisen enger Vertrauter erfuhr man sogar von regelmäßigen morgendlichen Wutausbrüchen, die nicht nur den Haussegen, sondern angeblich sogar Trumps Haare schief hängen ließen: „Warum hat dieser schwarzhäutige, kurzhaarig dürre Obama“, brüllt er dann, „schon nach kurzer Amtszeit einen Friedensnobelpreis bekommen, aber ich immer noch keinen?“

Obama hatte ihn nach 15 Sekunden

Trump hat schließlich auch öffentlich auf einer Pressekonferenz erklärt, er verdiene für seine Bemühungen um Nordkorea und Syrien den Friedensnobelpreis. Empört rief er zudem: “Sie haben ihn Obama gegeben. Er wusste noch nicht einmal wofür. Er war gerade 15 Sekunden da und hat den Nobelpreis bekommen.“ ((http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-shinzo-abe-soll-us-praesident-fuer-friedensnobelpreis-vorgeschlagen-haben-a-1253659.html)) Und traurig fügte er hinzu: „Ich werde ihn wohl nie bekommen.” ((ebd.))

Abe will Gerechtigkeit

Aber als großer Diplomat wandte er sich bzw. ließ er seine „Regierungskreise“ sich wenden an den japanischen Ministerpräsident Abe, der ihn auf dessen bzw. deren Bitte hin tatsächlich prompt für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen hat und Trump anschließend sogleich eine wunderschöne Kopie des fünf(!)seitigen Nominierungsschreibens, ja sogar die „allerschönste Kopie” (Trump) zukommen ließ, wie man von Trump auf einer Pressekonferenz erfuhr. Trump hat dem zunächst wohl etwas ratlosen Abe dafür sicher auch einige Tipps zur Begründung seines Vorschlags gegeben: Dank seiner raffinierten Politik gegenüber Syrien (Bomben) und Nordkorea (langer Händedruck) habe den Friedensnobelpreis nämlich niemand mehr verdient als Trump. Trump hat Abe als Fürsprecher auserwählt, weil Abe Trump besonders dankbar sein muss; schließlich hat Trump ja die Nordkoreaner dazu gebracht habe, keine Raketen mehr über Japan abzufeuern. „Das habe ich gemacht”, sagte Trump stolz ((ebd.)).

Es geht nicht um Fahrzeugexporte in die Staaten

Abe war so willfährig nicht etwa, um Trump milde zu stimmen in Hinblick auf die Exporte japanischer Fahrzeuge in die Staaten, sondern weil der kleine Japaner nicht anders kann als den großen Politiker mit der blonden Mähne fast sklavisch zu verehren.
Ob das auch für Bundesverkehrtminister Scheuer zutrifft? Jedenfalls hat er sich sofort dem Vorschlag Abes angeschlossen und Trump schnurstracks die zehn(!)seitige, extrem wortreiche Begründung als Kopie von einer vor Trumps Herrschaft nie dagewesenen Schönheit (bunt bebildert mit vielen Sternen, Lilien und Löwen!) zukommen lassen..

Donald stellt richtig

Danke, Donald, wir lieben dich. Da du es immer wieder beteuert hast, und zwar als ganz wunderbarer amerikanischer Präsident, dass ein Treffen mit den Russen, in dem es um die Beeinflussung des amerikanischen Wahlkampfes zu deinen Gunsten gegangen sein soll, nicht stattgefunden hat, aber außerdem dies nicht existierende Treffen, wie du sagst, nur ein Treffen war, bei dem dein „wunderbarer Sohn“ und dein wunderbarer Schwiegersohn sich mit ein ein paar wunderbaren Russen nett über ein „Adoptionsgesetz für russische Waisenkinder“, für ganz süße, kleine, wunderbare Waisenkinder weißer Hautfarbe, unterhalten haben, und da dein wunderbarer Wahlkampfmanager Manafort dem Gespräch natürlich nur beigewohnt hat, weil er schon immer zu gerne vielleicht einmal in nicht allzu naher Zukunft so ein wunderbares russisches Waisenkind adoptieren wollte, so ist es nur zu verständlich, wenn du nun verärgert bist angesichts andauernder Kritik besonders an deinem „wunderbaren Sohn“ und als besorgter Vater – wir lieben dich – twitternd richtig stellst: „Es war ein Treffen, um Informationen über einen Gegner zu erhalten, völlig legal und immer wieder gemacht in der Politik“ – russische Waisenkinder können schreckliche Gegner sein – , zumal du – ganz wichtig – über das Gespräch mit gutem Gewissen und ohne einen Anflug von Enttäuschung hinzufügen kannst: „Und es hat nichts gebracht.“ Vor allem aber erfahren wir angesichts dieser Details erfreut: „Ich habe davon nichts gewusst.“ Mehr Unschuld geht wirklich nicht! ((“Trump verstrickt sich in neue Widersprüche”. Süddeutsche Zeitung 7.8.18))

Und er sah, dass es gut war

Es lebte einst und lebt noch heut ein Jüngling fortgeschrittnen Alters (insofern also kein Jüngling mehr) mit blondem Haar (ob das Haar wirklich blond war oder gefärbt, weiß man allerdings nicht so genau)  in einem Haus, das groß mit einem exquisit ovalen Zimmer mit Vorhängen wie Gold und lauter bunten Fahnen. Auch hatte er einen ziemlich großen Tisch mit einer riesigen Mappe und in der Mappe riesige Bögen kostbaren Papiers, auf die er jeden Tag in riesigen Lettern seine Unterschriften setzte, was eine riesige Menge Menschen, mit von riesiger Bewunderung offenem Mund betrachten durften.

Doch der alte Junge fühlte sich einsam. Er blickte in den Spiegel. Und wen sah er dort? Sich selbst! Super! Sich selbst! Super! Aber immer nur sich selbst. Das war nicht mehr super, sondern sehr, sehr traurig. Gab es denn in der großen weiten Welt niemanden, der einen ähnlich großen Schreibtisch in einem ebenso schönen Haus mit vielen bunten Fahnen und goldenen Vorhängen besaß?[htsP anchor_text = “Weiterlesen”]
Da er reich (3,1 Milliarden Dollar) und mächtig (sehr großer roter Knopf) war, schickte er Kuriere aus, die für ihn den ganzen Kontinent durchsuchen und einen Menschen finden sollten, der ihm ebenbürtig wäre und den er zum Freunde oder – noch besser – zur Freundin haben könnte. Doch seine Kuriere kehrten zurück und gestanden, dass sie niemanden gefunden hätten, der einen ähnlich großen Schreibtisch in einem ovalen Raum mit goldenen Vorhängen und bunten Fahnen besäße. Da wurde der alte Jüngling sehr zornig, und er rief: “You are fired.” Und es war the biggest firing ever!
Aber da er, wie er wusste (“I’m a very stable genius.”), ein einzigartiges Genie war und er überhaupt niemanden kannte, der je annähernd soviel Geist und Energie versprühte wie er, konnte er nicht lange passiv bleiben und schickte neue Kuriere hinaus in die Welt jenseits des großen Wassers, auf dass sie auch dort suchen sollten nach einem Menschen, der ähnlich riesig wohnte und reich und und schön und mächtig wäre wie er selbst.
Und die Boten gelangten zunächst voller Hoffnung auf eine große Insel
in Europa, dort gab es einen riesigen Palast. Darin wohnte, umgeben von viel Gold, eine alte Dame, die eine Krone auf dem Kopf trug. Das gefiel dem alten Jungen sehr. Aber sie sprach eine seltsame Sprache und wirkte gebrechlich und schwach. Sie ähnelte auch überhaupt nichtStormy Daniels”, dem Pornostar, die er einst freudig, aber kurz zu seiner Freundin erkoren hatte, obwohl sie keine Wohnung mit goldenen Vorhängen und bunten Fahnen, dafür aber in seinen Augen offensichtlich andere Vorzüge besaß. Und der Schreibtisch der alten Dame war zwar antik und insofern sehr wertvoll, aber er hätte doch wohl nicht in sein Büro mit vielen bunten Fahnen und goldenen Vorhängen gepasst. „Nein, die will ich nicht”, rief der alte Junge.
Es gab a
uf derselben Insel aber noch, so meldeten seine Kuriere, eine andere Frau, die viel jünger war und kräftiger, wenn auch ein weniger mager, und die es wie er liebte, ab und an Papiere zu unterzeichnen. Aber sie bewohnte bloß einen Teil eines lächerlich kleinen Mehrfamilienhauses. „Neieiein, die will ich nicht. Die ist mir zu mager, und sie hat ja einen Buckel und wohnt gar nicht in einem großen Haus wie ich.”
Also suchten seine Kuriere weiter,
verließen die Insel und kamen in eine Stadt mit einem großen Palast mit vielen Säulen an einem kleinen Fluss gelegen. Darin hauste eine Frau, die nicht so mager war wie die Frau auf der Insel (was ihr einst ein ältlicher Bunga Bunga Krieger vorgeworfen hatte). Diese Frau hatte auch einen ziemlich großen Schreibtisch, allerdings gab es weder goldene Vorhänge noch viele bunte Fahnen. Auch missfiel ihm, dass die Frau immer das gleiche Kostüm – nur unterschiedlich gefärbt – trug. “Nein, die will ich nicht. Die spricht auch eine Sprache, die kein Mensch versteht. Wenn sie wenigstens Melania, Ivana oder Ivanka hieße! Was soll ich mit einem Engel? Kein Vergleich mit “Stormy Daniels”!
Da schwärmten seine Kuriere wieder aus und trafen auf einen riesigen alten Palast. Der war so groß, dass das Gesicht des alten Jünglings vor Neid die Farbe seiner Haare annahm. Und der Palast hatte unzählige Räume, so dass man, wenn man zu seinem Herrscher durchdringen wollte, schon ganz erschöpft war, bevor man endlich anlangte. Und der Herrscher hatte nicht nur einen riesigen Schreibtisch und Zimmer mit viel Gold und blumigen Tapeten, sondern auch ein stolzes Pferd, auf dem er sich gern mit seinem entblößten kräftigen Oberkörper zu zeigen geruhte, so dass dem alten Jüngling ganz wundersam zumute wurde. “Jaaah, den will ich zum Freund. Er soll mir auch das Reiten und Fischen beibringen.”
„Aber, oh Herr”, riefen seine Kuriere, “ihr sagtet doch, er sei euer Feind!” “Schweigt! Bedenket, was ihr tut, wenn ihr mir widersprecht! Er hat mir geholfen, der mächtigste Mann auf Erden zu werden. Kann er da mein Feind sein? Vergesst, was ich gestern sagte: Ich sage heute dies und morgen das. Aber euch sei Gelegenheit gegeben, mir einen weiteren Freund zu finden. Eilt euch, sonst seid ihr schneller gefeuert, als ihr papp sagen könnt,”
Also schwärmten die Kuriere erneut aus. Und da die Drohung ihren Eifer vervielfacht hatte, fanden sie schnell einen weiteren Palast, d.h. eigentlich mehrere Paläste, die ihr Herrscher auf eine naturgeschützte Fläche gesetzt hatte und die von unzähligen Säulen geziert waren und unermesslich viele Räume enthielten, von denen jeder glänzte aufgrund des vielen Goldes auf Wänden und Möbeln. Sein Herrscher aber zeigte sich nie entblößt; vielmehr ließ er sogar seine Frau verhüllen, weil er fürchtete, ihre unsagbar schönen Augen, ihre Nase und – oh! – Ohren sowie Mund, aber vor allem ihre aufreizend erotischen Haare würden sonst unzüchtige Wünsche bei fremden Männern erregen, was er ihnen gern ersparen wollte. Er selbst aber wurde verehrt, obwohl er wie gesagt den entblößten Anblick seiner herrlichen Brust verweigerte. Wenn aber jemand wagen sollte, etwa an seiner Männerbrust zu zweifeln, die, wie er sicher wusste, in allen Frauen nur unzüchtige Wünsche erregte, so ließ er ihn ohne weitere Umstände in den Kerker werfen. “Eu-jeu-jeu, sapperlot!”, rief da der alte Junge. Und ein großes Feuer entbrannte in seiner Brust; er wünschte sich nichts sehnlicher, als auch diesen zu seinem Freunde zu haben. Zu dritt würden sie unbesiegbar sein: er als Gottvater, der eine als sein Sohn und der andere als sein Heiliger Geist. ((Laut Süddeutscher Zeitung (Christian Zaschke 4.4.18) erzählen Trumps Mitarbeiter, Putin, Erdogan und Xi Jingping seien Trumps Lieblingspolitiker.))
Und glücklich kämmte er lange sein Haar, betrachtete dann sein Bild im Spiegel, betrachtete es wieder und wieder, streckte seinen Finger aus und zeigte verliebt auf sein Ebenbild im Spiegel. Und er sah, dass es gut war.
Fotos:
Foto Francisco Anzola – Kremlin, CC BY 2.0; www.kremlin.ru; CC BY-SA 3.0[/htsP] 

Ein Trump, ein Trump! Noch ein Trump!

Es gibt Menschen, über die kann man nur den Kopf schütteln, z.B. in den USA, ja angeblich manchmal sogar an der Spitze der USA. Aber in Indien gibt es sie eigentlich gar nicht! Die Inder kann man wirklich nur bewundern. Da laufen nämlich selbst „die Ärmsten der Armen mit einem Lächeln im Gesicht“ umher, wie es sich gehört. Sagt Donald Trump Jr. ((Süddeutsche Zeitung 22.2.18)) Dagegen gibt es außerhalb Indiens Menschen, die man schlichtweg als Miesepeter bezeichnen muss, was noch eine riesige Untertreibung ist. So ist es z.B. eine „Schande“, dass die ,übermenschlichen’ Anstrengungen seiner Familie um eine Trennung von Politik und Geschäft von diesen elenden Gestalten nicht gewürdigt würden. Sagt Donald Trump Jr. Denn es sei „Unsinn“, dass die Geschäfte der Trumps von seinen Steuergesetzen profitieren würden; das Gegenteil sei richtig. Aber es danke ihnen niemand.
Niemand auf der ganzen Welt? Nein, eine Gruppe von unbeugsamen Patrioten widersetzt sich jetzt und immer den Miesmachern. Ja, es gibt sie, es gibt  u n s !  W i r  sagen:
Danke! Super! Fein gemacht! Aber hallo!
Wir sagen: Ihr Trumps seid einfach die besten nicht nur in “the land of the free / and the home of the brave”, sondern die allerallerbesten Politiker und Geschäftsleute, von denen die Menschheit je gehört hat. Das haben wir übrigens auch auf einem großen weißen Blatt Papier, das wir  einer ziemlich teuren, wunderbar mit Rokoko- und Jugendstil-Elementen goldverzierten Mappe feierlich entnommen hatten, “by the dawn’s early light” unterschrieben. Es existieren leider momentan noch keine Aufnahmen davon, weil wir es nur auf dem Tisch in unserer kleinen Küche tun konnten. Falls ihr Trumps uns von eurem verbliebenen Vermögen etwas Geld zukommen lassen würdet zur Miete einer repräsentativeren Location – vielleicht irgendwo in Hollywood? -, würden wir den Vorgang aber gerne noch einmal für Fox News wiederholen, gerne natürlich auch wenn dabei in “the rockets’ red glare” und bei “the bombs bursting in air” das “star-spangled banner” weht. Würde sich bestimmt gut machen.