Oh, Yale, Amerikas Stolz!

„Putin gibt den Deutschen wieder die Chance, einzelne Elemente des Faschismus zu mögen, ohne das zugeben zu müssen. Dass in Russland Menschenrechte unterdrückt werden, kann man weit von sich wegschieben und gleichzeitig Putin verstehen, heimlich sogar bewundern. Das ist der ekelhafteste Teil der Entwicklung.“ (Das behauptet Yale Professor Timothy Snyder in der SZ vom 5.5.14)
Das muss einen eigentlich sprachlos machen: Welch unerhörte Tiefe der Analyse! Wie dieser schlaue Kopf mit kühlem Verstand uns faschistische Ekel durchschaut, ja, uns die Augen öffnet über uns bis dato unbekannte Abgründe, das macht ihm so leicht keiner nach! Und Hochachtung: Äußerst taktvoll übergeht er, wie stark die unterschwellige (?) erotische Ausstrahlung des homophoben brustfreien Putin hoch auf animalischem Ross uns bezirzt hat. (Cowboy Ronald Reagan hätte da nur den Mund aufgesperrt!) Ach ja, wir schämen uns. Und Herr Snyder, so fern Sie auch sein mögen, nichts kann uns hindern, Ihren Intellekt zu bewundern, und dies sogar nicht nur heimlich. Sie haben es geschafft: Erweckt und bekehrt grüßen wir Sie als Obamaversteher.