Krise im englischen Königshaus?

Was machen wir bloß mit dem verdammten Unkraut? Es wird immer mehr. Es wächst uns über den Kopf. Und die fetten Nacktschnecken fressen sämtliche Salate auf und besaufen sich fröhlich mit dem Bier aus unseren Schneckenfallen. Es ist alles ganz schrecklich. Und dann gibt es die radikalen Islamisten, die ganz Sachsen unter ihre Herrschaft gezwungen haben. Da kann der Tillich sich noch so wild als Islamfeind geben, wir sind umzingelt! Bedrohungen, wohin wir auch sehen.
Da fällt eine Angst zum Glück unter den Tisch, nämlich die vor der Gier der Banken, die immer größer und mächtiger geworden sind, indem sie die kleinen aufgekauft haben, und die weiterhin spekulieren, – wie die Deutsche Bank – trickreich Kontrollen umgehen bzw. sie verhindern dank dem Geld der mächtigen Lobby, die spekulieren mit Riesensummen, Summen, die wie bei Barclay größer sind als das Bruttoinlandsprodukt Groß-Britanniens, z.T. aber so groß wie Deutschlands Bruttoinlandsprodukt der nächsten 20 Jahre. Sie machen Gewinne mit Finanzwetten, deren Wert zehnmal so hoch ist, wie alles, was die Welt im Jahr an Waren herstellt. Angesichts dieser Konzentration meint der Physiker Harald Lesch: „Ich glaube, dass diese enorme Kapitalkonzentration in der Finanzwelt zu etwas führen wird, das wir in der Physik gut kennen: Es gibt Parameter, wenn die einen kritischen Wert überschreiten, bricht das System zusammen.“ Und: „Solange mit Geld mehr Geld verdient werden kann als mit Arbeit, wird das immer schlimmer.“ Die nächste Krise wird – so sagt auch Peer Steinbrück – zu einer „echten Belastungskrise für die Demokratie“ werden, wenn wieder – too big to fail – der Steuerzahler haften muss. Denn die Krise wird kommen – man kann ja nicht immer gewinnen bei den Wetten -, und sie wird ein ungekanntes Ausmaß haben. Der Anthropologe und Soziologe Joris Luykendijk beschäftigt sich neuerdings nicht mehr mit der Rolle der Frau im Islam, sondern mit dem Banker und seiner Gier. Und er behauptet, schon in der letzten Krise habe es Banker gegeben, die sich vorsichtshalber Waffen gekauft hätten.
Ach was, vergesst es! Denkt an die Nacktschnecken! Und an die Krise im englischen Königshaus!