Eine Himmelsmacht

Es ist eine rührende, tief traurige Geschichte. Sie handelt vom Elend und vom Glück, von Liebe und Hass, von zwei alten Männern, die sich einsam und elend fühlten, weil sie dumm waren und hässlich und nichts besaßen außer viel Geld und Macht und einen bemerkenswerten Friseur. Selbst von ihren ansehnlichen Frauen fühlten sie sich betrogen, denn diese hatten sich ihnen nur wegen des Geldes antrauen lassen. So blieb ihr Leben leer und kalt, wenn nicht … ja, wenn nicht das Wunder der Liebe ihre Herzen erwärmt und sie zu neuem Leben erweckt hätte.
„Wir haben uns verliebt“, jubelte der Trump vor etwa einem Jahr. Der Erwählte war Kim Jong-un,, und auch ihn hatte Amors Pfeil tief ins Herz getroffen:

So freute sich der Trump über die „wunderschönen Briefe“, die ihm sein Freund geschrieben hat, manche, wie der Liebestrunkene aller Welt stolz zeigte, in überdimensionalem Format. Selig hoppelte er über die Erde und wie ein Kleinkind richtete er voller Freude seinen Zeigefinger auf all die Dinge, die er mit freudigem Staunen neu wahrnahm und sogleich mit seiner Liebe umhüllte – immer in Erwartung eines neuen großen Briefes (hoffentlich mindestens DIN A2).
Die Sängerin – Connie Francis hieß sie – hat es den Menschen einst gesagt:
Die Lie-Lie-Lie, Lie-Lie-Lie-Lie-Lie
Die Liebe ist ein seltsames Spiel
Sie kommt und geht von einem zum andern
Sie nimmt uns alles
Doch sie gibt auch viel zu viel.
Kurz nur währte der Rausch der beiden Turteltauben; denn die großen, schwarzen Füße der unbarmherzigen Zeit stapften über ihre Liebe hinweg und zertraten sie achtlos. Zurück blieben, kaum war ein Jahr vorüber, nur Tränen, Trauer und Zorn. Und der an der Welt verzweifelnde, in seine Einsamkeit zurückgedrängte Trump war für Kim Jong-un bloß noch „ein dementer alter Mann“, geistesgestört usw. und Kim Jong-un für Trump wieder nur noch ein „Irrer“, „klein und fett“. Aaaaaach! Weeeh!
Weihnachten naht. Wie werden sie das Fest wohl verbringen?