Soldaten sind Soldaten /In Worten und in Taten, /Sie kennen keine Lumperei/Und sind nur einem Mädel treu, /Valleri, Valleralle ralle ra!

Hinter den Bergen strahlet die Sonne,
glühen die Gipfel so rot,
Stehen Maschinen, die woll’n mit uns fliegen,
fliegen in Sieg oder Tod.
Hurra, wir starten, hurra, wir starten,
wenn die erste Morgensonne scheint,
Fallschirmjäger, Fallschirmjäger
gehen ran an den Feind!

Bösartige Menschen könnten glauben, eine Satire aus der National- und Soldatenzeitung, heute Deutsche National Zeitung, zu lesen, statt eines „Streiflichts“ aus der “Süddeutschen” (5.9.15). Der Autor kann nur ein Hilmar Klute sein, entspricht es doch ganz dessen Vorstellungen von sprachlich geschliffener Satire mit einem möglichst simplen rechten Weltbild: „Natürlicher Antagonist des Militärexperten ist der Friedensforscher. Der Friedensforscher nennt Militärmaßnahmen gleich welcher Art (Achtung, Satire, da wahrscheinlich etwas übertrieben?!) undurchführbar und eine Militarisierung der Außenpolitik. (…) Fragt das Fernsehen den Friedensforscher, was er denn gegen den IS, den Taliban oder sonstige Schurken unternehmen würde, fordert er eine politische Lösung, unabhängig davon, ob eine solche möglich ist (Achtung, welch sprachlich geschliffene Satire!), seit Jahren vergeblich versucht wurde oder die Schurken irgendein Interesse daran haben.“ Und noch eine weitere Definition: „Der linke Experte erklärt, warum an Krieg und Terror auf der Welt – mit Ausnahme der russischen Friedenssplitterbomben in Syrien und in der Ukraine – stets die USA und Israel schuld sind.“
Dazu muss man wissen: Im Haus der Friedfertigen ist der Fluch des Herrn, aber das Haus des Kriegers wird gesegnet. Die Terroristen mit Terror bekämpfen: Zahn um Zahn. Als wenn es nur um Zähne ginge! [dropdown_box]Es geht um Gerechtigkeit, ihr Weicheier!
Wollen wir trotzdem unsere Toleranz so weit treiben, dass wir neben dem Kluten noch jemand anderen zu Wort kommen lassen?
„Ich habe mir immer die Frage gestellt (…): ,Wie nehmt ihr eigentlich die Welt wahr? Was glaubt ihr eigentlich, (…) was in den Herzen von jungen Leuten vorgeht, die sehen, dass ihre ganze Familie ausgelöscht wird, weil sich eine Drohne in eine Hochzeitsgesellschaft verirrt hat, wo dann viele unschuldige Menschen ums Leben kommen? Da geht ihr zur Tagesordnung über, aber wenn jetzt hier ein terroristischer Anschlag geschieht, dann ist die Empörung groß.’
Diese Ereignisse (…) lassen nur eine einzige Schlussfolgerung zu. Die Interventionskriege, diese terroristischen Kriege, sind die Grundlage für die Ausbreitung des weltweiten Terrors.”[ref]Oscar Lafontaine[/ref]

Zum Schluss noch ein besonders schöner Götterfunken:
Der gute Klute (Hilmar) hat es geschafft, in der “Süddeutschen” (20.2.16) einen Beitrag zu veröffentlichen, in dem er tatsächlich n i c h t das deutsche Kabarett angreift[ref]vgl. u.a. Beiträge vom 29.6.15,  25.1.16[/ref], von dem er sich anscheinend angegriffen fühlt. Es muss ihn viel Selbstüberwindung – bis hin zur Selbstaufgabe – gekostet haben, aber es ist ihm tatsächlich gelungen. Er wird vermutlich fassungslos vor Freude über sich selbst sein.
P.S. Wir teilen seine Freude.[/dropdown_box]