Was denn nu, CSU: “ministrierend” oder “defäkalisierend”?

„Das Schlimmste ist ein fußballspielender, ministrierender Senegalese. Der ist drei Jahre hier – als Wirtschaftsflüchtling. Weil den wirst du nie wieder abschieben,” sagt CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer und ist gerissen, und zwar mal wieder völlig aus dem Zusammenhang. Trotzdem hatte er sogar bei Parteikollegen Anstoß erregt, die ja wie er christlich und – damit noch lange nicht genug – auch noch sozial sind. Missfallen hat denen allerdings nicht das, wie man urteilen könnte, Menschenverachtende der Aussage, sondern ihr wahltaktisches Ungeschick: “Wir müssen Obacht geben, dass wir, wenn wir konservative Wähler wollen, nicht die kirchlichen Wähler verprellen”, sagt z.B. Theo Waigl. Na, und die Fußballanhänger? Auch die sind Wähler.
Das weiß natürlich auch der Seehofer Horst. Und daher bemerkt er , Scheuer habe “keinesfalls Sportvereine und Kirchen angreifen und beleidigen wollen”.
Oh, schnöde Welt der Ungerechtigkeiten voll! Eigentlich wollte Scheuer nämlich etwas ganz anderes sagen: „Das Schlimmste ist ein unsportlicher, öffentlich defäkalisierender Hottentotte, der nicht nur heimlich unsere bayerischen Missionare kocht und verspeist, sondern ganz offen auch noch sämtliche Schweinsbraten samt dem letzten Krümel Rotkraut von unseren Tellern wegfrisst.“ Das hätte jeder verstanden. Oder wie Scheuer selbst erläutert: „Im Zusammenhang“, so Scheuer, „ging es um die Schwierigkeit, abgelehnte Bewerber nach einem abgeschlossenen, rechtsstaatlichen Verfahren wieder zurückzuführen, wenn diese sich über einen längeren Zeitraum hier aufhalten.”
Ja! Lieber Andreas Scheuer, unser Mitgefühl gilt dir! Warum gibt es nur so viele böswillige Menschen, denen ein ehrlicher Mensch, der kein Blatt vor den Mund nimmt, nichts gilt?! Das kann einen schon echt traurig stimmen!
P.S. Zum Schluss zur Aufhellung düsterer Gedanken noch eine menschlich anrührende Nachricht von „ntv“: Die Dax-Investoren – tralali, tralala – sind „froh gestimmt“.