Rätsel um großen Bruder

Frankreich bekommt möglicherweise mit François Fillon einen großen Staatsmann zum Präsidenten. Davon zeugt auch seine energische Verteidigung gegen den Vorwurf, seiner Frau Penelope für eine Scheinbeschäftigung viel Geld zugeschanzt zu haben. Als wahrer Kavalier verteidigt er selbstlos nicht etwa sich selbst als Urheber der Veruntreuung von Steuergeldern, sondern seine Frau: „Ich liebe sie, ich beschütze sie und ich warne alle, die sie angreifen, dass sie es mit mir zu tun bekommen.“ Ach, wunderbar! Er droht nur, dass seine ihre Ankläger es mit ihm zu tun bekommen. Das ist äußerst beeindruckend. Aber hat er keinen großen Bruder?

Die kennen ja wohl gar nichts!

François Fillon wird für Frankreichs Rechte als Präsidentschaftskandidat kandidieren, ein erklärter Anhänger des Neoliberalismus und Verehrer Margaret Thatchers. Also vertritt er, wie Christian Wernicke meint[ref]”Süddeutsche Zeitung 22.11.16[/ref], “ein wirtschaftliches Programm, wie es sich IWF oder EU seit Jahren erträumen”. Natürlich werden ihn deswegen wieder mal rechte und linke Politiker, Le Pen  und Mélenchon, als “Büttel der Bosse und Knecht des Kapitals verteufeln”. Die kennen ja wohl gar nichts.