Klipp, klapp, klipp, klapp, klipp, klapp

Es klappert die Mühle am rauschenden Bach, klipp, klapp!
Klipp, klapp, klipp, klapp, klipp, klapp!
O Bächlein sprich, wohin?
Du hast mit deinem Rauschen mir ganz berauscht den Sinn!

„Die Kunstgeste des artistischen Genickbruchs (Den hat mancher schon versucht – mit schlimmen Folgen) , (…) und die Erinnerungsarbeit für die deutsche Vergangenheit brauchen die Rhetorik des Erhabenen, um verständlich zu werden (versteh, versteh!).“
„Im klugen Werkpanorama (Kluge Panoramen sind nun mal die schönsten!) (…) greift stets das Frühere ins Spätere, als bräche die polternd posierende (bravo, sehr gelungene Alliteration) Selbstinszenierung (…) vorgreifend schon das emphatische Schweigen (eine allzu seltene Fähigkeit!). Oder anders ausgedrückt (und diesmal hoffentlich besser! ) : als hätte diese Figur zwischen Meditations- und Todesruhe alle frühe politische Auflehnung in sich gespeichert. Ironie und Emphase scheiden sich beim Alchimisten Kiefer nie ganz. Glassplitter und gegossenes Blei, Schärfe und Masse überlagern einander.(Schönes Bild, auch wenn etwas schwierig vorzustellen!)
Kiefers bildwuchtige (hui!) Historienmalerei von der Zeit nach der Katastrophe, seine brachiale Symbolik, das dick aufgetragene (allerdings) Material Sand, Lehm, Stroh, Asche, Akryl, die mit Zitaten und Namen um sich schlagenden (au weia!) Botschaften zielen nicht (ach, und wir dachten, sie würden …) auf distanzierende, sondern auf kontemplativ vertiefende Vergangenheitsbewältigung. Das verleiht der Kunst ihre bedeutungstriefende (supie!) Schwere (…) Zerfurchte Landschaften fördern (…) immerfort (und immer immerfort!) mythologisches Material zutage (…) Kiefers Heraufbeschwörung von Hölderlin, Herder, Heidegger, Hitler (und weiterer Figuren, deren Name mit H beginnt?) sei eine geradezu (oha!) physische Knochenarbeit (Knochenarbeit – und dann auch noch physisch!!) des Erinnerns, ein Graben und Umgraben bis zur Erschöpfung, bemerkte ein französischer Kritiker.“ „(…) mit Kiefers Entdeckung der Kabbala um 1990 mutierte er (oh, Schreck! armer Kiefer!) zur kosmologischen Vision im Wechsel zwischen Zerstörung und Neuwerden.“ (Schöne, alte Vision! Davon könnte sich mancher ein Scheibchen abschneiden!)

Ja, ja, alles klar: Joseph Hanimann (“Knochenarbeit” Süddeutsche 2.2.16) findet Anselm Kiefer einfach supergeil.