Himmel!

Lass Hirn vom Himmel regnen! Aber mach mich nicht nass!
„In der FDP ist viel von Intelligenz die Rede.“1
Obwohl das doch ein Fremdwort ist.
Der große Vorsitzende Lindner wünscht „intelligente“ Öffnungsstrategien. Und vom Thüringer FDP-Vorsitzenden Kemmerich fordern Parteikollegen, er solle sein „Hirn einschalten“. Ach, ach! Als wenn das so einfach wäre! Woher nehmen? Und wäre das nicht überhaupt ziemlich gefährlich – auch für die Partei? Was wäre, wenn plötzlich auch die BILD oder die AfD intelligent sein wollten?
Kemmerich, einziger legitimer Ministerpräsident von Thüringen – so stellten ihn seine Freunde von der AfD auf der Anti-Corona-Maßnahmen-Demo vor –, hatte auf der Demo konsequent mit Rechtsradikalen gegen die harten Auflagen demonstriert. Er hatte wohl auch gemeint, damit auf dem Kurs von Lindner zu liegen. Die unerwartete Kritik an seiner Hirnlosigkeit hat ihn dann aber hart getroffen. Sie diskreditiere, so schreibt er empört, „die Arbeit des gesamten Landesverbandes in den letzten 30 Jahren“. Ja, diskreditiert sie womöglich die gesamte FDP, die FDPTradition Werner Naumanns, Ernst Achenbachs, Erich Mendes?2 Und das alles nur, weil Kemmerich und die Seinen nicht so feige wie alle Welt sind und sich nicht vor diesem lächerlich kleinen Virus fürchten. Kemmerisch ist sich wenigstens sicher, dass er noch keinem einzigen dieser Angstmacher von Angesicht zu Angesicht begegnet ist.
Ach, was, Intelligenz … Neumodisches Zeugs! Ging doch auch sonst ohne.

Muss Lindner die FDP verlassen?

Christian „Porsche“ Lindner verkündet, die Liberalen – er meint damit die FDP – seien „Anwälte der sozialen Marktwirtschaft“, und als wäre das noch nicht genug, fügt er hinzu, sie seien „nicht Interessenvertreter von Verbänden“, gemeint: Wirtschaftsverbänden ((Süddeutsche Zeitung 19.12.17)). Wird er nun aus der FDP ausgeschlossen?

Ecce Professor! Oha!

Wussten Sie schon oder etwa nicht, Sie Kretin, welches Weltbild die FDP hat bzw. an welchem Weltbild sie sich orientiert und natürlich während der Koalitionsverhandlungen auch orientiert hat?
„Für Liberale steht das Individuum am Anfang von allem. (…) Das Pathos der Moderne ist für Liberale das Pathos der subjektiven Rechte, die jedem Einzelnen ein Leben nach eigener Wahl und auf eigene Verantwortung ermöglichen. Deshalb sind für Liberale weder die Nation noch die Klasse das Herzstück des Ganzen, sondern die Vereine, Initiativen und Bewegungen der Bürgergesellschaft. Da ist nichts vorgegeben, sondern alles verhandelbar, solange die Ablehnungs- und Austrittsrechte des Einzelnen gewahrt bleiben.“
Oha, Donnerwetter, das ist ja mal ein echtes Pathos! Sie erkennen natürlich in der etwas professoralen, aber doch echt tiefschürfenden Beschreibung die FDP des Christian „Porsche“ Lindner wieder. Zugegeben, es ist eben manchmal nicht so einfach: Vielleicht dachten Sie irrtümlich, dass sich die FDP bloß um die großen Unternehmen und das Wohlergehen von deren Eigentümern sorgt, weil diese ja bekanntlich, wenn sie nicht mehr wohin wissen mit ihrem Geld, es nicht etwa auf dem Kapitalmarkt für sich arbeiten lassen, sondern aus sozialer Verantwortung Arbeitsplätze schaffen und der FDP Spendengelder zukommen lassen. Hach, welch ein Irrtum! Das Beispiel von Siemens, wo Herr Kaeser wegen nicht genügend hoher Rendite (nur 8,3%) Firmenzweige schließen und Tausende Arbeiter entlassen will, müssen wir jetzt mal vergessen.
Es ist es nun jedenfalls an der Zeit, dass Sie sich von einem echten Professor das wahre Weltbild erklären lassen. ((Heinz Bude, Professor für Makrosoziologie an der Universität Kassel)) Und wo findet so ein richtig Gelehrter Raum für so richtig Gelehrtes?
Ach, wo könnte er es wohl besser tun als in der „Zeit“?! ((DIE Zeit Nr 47 16.11.17))

Schluchz!

Durchsetzung von CETA (und TPP?), damit die internationalen Konzerne sich auf Kosten der Staaten und der Demokratie ausbreiten können –  Abschaffung des Soli, damit die Reichen hier nicht weiterhin mehr Steuern zahlen müssen als die Armen, so dass ihnen nicht übrig bleibt als die Flucht ins Steuerparadies – Abschaffung der Mietpreisbremse, damit die Immobiliengewinne kräftig steigen – Flexibilisierung der Arbeitszeit, Arbeit auch an Sonn- und Feiertagen, damit die Geringverdiener in ihrer Freizeit nicht anfangen, über ihre Situation nachzudenken – Weitere Förderung der Kohlekraftwerke, damit Stromüberfluss auf Kosten der Umwelt für billigen Strom sorgt – Und Bewahrung der in Verruf geratenen Verbrennungsmotoren, damit Porsche nicht ständig so viel Geld für zweiseitige Annoncen((Süddeutsche Zeitung 22.11.17)) verpulvern muss.
Das alles konnte die einzige Partei, die sich wirklich für die unter üblen Verfolgungen leidenden Wirtschaftsunternehmen einsetzt, in den Jamaika-Verhandlungen nicht durchsetzen. Deshalb musste Schluss sein! „Auf Wiedersehen!“ ruft Christian Porsche Lindner zum traurigen Abschied.
Ach, wir sind gerne weiter traurig. Ja, es ist zum Heulen! Huhu!

Wahlen: Sieg der Radikalen

Da haben es sich diese Schrebergärtner auf den spitzen Zinken ihrer Mistforken bequem gemacht und fühlen sich wohl. Ihre ledernen Hinterteile schmerzen sie nicht, und was eine Blutvergiftung bedeutet, wollen sie auch gar nicht wissen. Sie wählen FDP, weil sie „Erfolg“ wählen wollen, d.h. im Lotto auf sechs Richtige hoffen; wenigstens die, die von den Linken zur FDP geschwenkt sind.
Und die wundermächtigen Anarchisten haben diesen gespenstischen Haufen, der wie Trump L. die absolute Freiheit des Marktes wünscht, tatsächlich von den Toten auferweckt. Ist es nicht verlockend? Man muss ja nur einen Haufen Teller waschen, um im Nu Milliardär zu sein. Man kann, wenn die FDP die Finanzpolitik bestimmt, nämlich seinen ganzen Verdienst als Tellerwäscher ohne steuerliche Abzüge sofort in einen lukrativen Start-Up investieren. Und schon hat man genau so einen Porsche wie der Christian Lindner und kann sich auch noch den gleichen Friseur leisten.
Dass die FDP geradezu selbstmörderisch mehr Bildung fordert, hat niemanden abgeschreckt, weder im bürgerlichen noch im kleinbürgerlichen Lager.
Aber ach, der arme retardierte Volksstamm der Sachsen! [htsP anchor_text = “Weiterlesen”]Da sie alles Fremde und alle Fremden hassen, konnten sie natürlich nur die braunen Würste von der AfD wählen. Nun muss man als Nicht-Sachse wohl auf alles Schlimme gefasst sein. Sie schwenken bereits unter animalischem Gebrüll ihre blutverschmierten Mistforken. Darum musste es nun – zur Freude der Sachsen – eine Reisewarnung geben. Aber ob die neuen braunen Führer und Tillich den geplanten Zaun um Sachsen bauen können, ohne ihn selbst bezahlen zu müssen, ist bisher zweifelhaft. Mit der Fremdfinanzierung durch die benachbarten Bundesländer könnte es – ähnlich wie bei Trump L. – Schwierigkeiten geben. So wie die Mexikaner wollen auch die benachbarten Bundesländer nur ungern den Zaun aus ihrer eigenen Tasche bezahlen. Und da die Wirtschaftspläne der AfD ein Relikt aus alten Lucke-Zeiten sind und daher extrem liberal, weiß man nicht, woher die Sachsen mangels Steuereinnahmen selbst das Geld für den Bau nehmen wollen. Aber vielleicht brauchen sie keinen Zaun, vielleicht genügt es ja auch, wenn sie weiter schrecklich brüllen.
Die CDU/CSU kann sich endlich wieder mit der FDP vereinen und wird den rechten Rand so radikal zurückerobern, dass rechts von ihr so gut wie kein Platz mehr bleibt und man wohl bei irgendwelchen Baratungsagenturen sehr kostspielige Untersuchungen in Auftrag geben muss, um den Unterschied zwischen ihr und AfD, NPD usw. zu entdecken.
Angesichts dieser Allmacht der Radikalen muss man sich sehr mühen, wenn man die politische Mitte, die Vertreter einer sozialen Marktwirtschaft, sucht: nur spärliche 9% Wählerstimmen.[/htsP]