Denkverbot

Herr Jauch, Sie Schelm, das haben Sie aber wieder fein gemacht!
Hatte acht Tage vor den Hamburger Bürgerschaftswahlen Herr Plasberg die sexy Beine der Hamburger FDP-Spitzenkandidatin Frau Suding doch nicht einladen dürfen – auf den FDP-Seiten im Internet hatte man schon gejubelt – und sie durch Christian „Porsche“ Lindner – immerhin auch eine eloquente Schönheit – ersetzt, so hat nun der schelmisch-schlaue Herr Jauch acht Tage vor der Bremer Bürgerschaftswahl die junge Bremer FDP Spitzenkandidatin Frau Steiner wohl gar nicht erst eingeladen, weil er es womöglich nicht gedurft hätte, sondern gleich “die Beine”. Da die FDP in Bremen bisher bedeutungslos und in der Bürgerschaft nicht vertreten war und momentan um die 5% dümpelt („Zitterpartie“ Handelsblatt) und möglicherweise die Stimmen der vermögenden, aus angeborener Gier grundsätzlich allen Steuern abgeneigten – denn die könnten den schnellen Zuwachs der Vermögen hindern – CDU-Leihwähler nicht genügen könnten, geht es – ob das der gekonnt naiv guckende Herr Jauch vielleicht weiß? – um viel, nicht nur für die FDP, die bei zweimal auf einander folgendem Überspringen der Fünfprozent-Hürde wieder wählbar erscheinen könnte, sondern auch für ihre Freundin, die Bundes-Christen-Partei. Thema der Sendung war aber beileibe nicht die Bremer Bürgerschaftswahl (auch nicht etwa die Abschaffung der Steuern und Gewerkschaften[ref]Frau Suding hat sich sogar – man höre und staune: die neue FDP! – zur Existenz der Gewerkschaften nicht ablehnend geäußert.[/ref]).
Ach, ihr Schelme! Hört mal! Nur Gutes denken, Böses denken verboten!

Scheinheilig?

Noch 5 Tage bis zur Hamburg-Wahl, wo es für die FDP, Wunschpartner von Merkel, um so viel (alles?) geht. In den Medien kam – deshalb? – plötzlich die FDP sehr ausgiebig zu Wort. Das war auch der richtige Zeitpunkt für Frank Plasberg – hatte er sich nicht schon mal als ehemaliger FDP-Wähler geoutet? -, den schnittigen Christian „Porsche“ Lindner zu „hart, aber fair“ einzuladen, nachdem er bereits am 19.1. die FDP-Spitzenkandidatin in Hamburg Frau Suding eingeladen hatte. (Allerdings wurde – möglicherweise aufgrund des allzu lauten Jubels in FDP-Kreisen – das Thema gewechselt und auf die Präsenz der Schönen Katja verzichtet.)
Nun, der Einsatz hat sich ausgezahlt; der Coup ist gelungen.
In Hamburg sprang die FDP – natürlich auch aufgrund des vielen Geldes, das das Großkapital seinen kleinen neoliberalen Freunden spendete, von 2 auf angeblich 6% Wähleranteil.
Darum lasset uns alle nun gemeinsam singen:
Freuet euch, Ihr Banken alle!!
Lindner darf zu Plasberg hin
Hach, da jubelt Herz und Sinn:
Freude, Freude über Freude
Lindner wehret Bankenleide
Lindner strahlet wie die Sonne
Wonne, Wonne über Wonne