Womöglich

Er sieht “womöglich” einfach nicht die Folgen seines Tuns. Er gehört “womöglich” zu den eher einfachen Menschen mit wenig vorausschauender Phantasie. Dass die geplanten Steuersenkungen Christian Lindners „womöglich“ am meisten die Gutverdiener begünstigen, fürchtet Alexander Hagelüken in der „Süddeutschen Zeitung“ („Wem die Steuerpläne wirklich helfen“). Aber das hat der Lindner “womöglich” ja so doch überhaupt  in keiner Weise gewollt. Haben „womöglich“ auch die Steuersenkungen auf den Tankstellensprit vor allem den vermögenden SUV-Rasern und Nutzern von Privatflugzeugen genützt? Oder können wir uns doch „womöglich“ bald alle dank Christian Lindners Steuersenkungen ein reetgedecktes Anwesen auf Sylt kaufen? Nein, nur verblendete Radikale können auf den Gedanken kommen, dass Lindner  womöglich“ nur im Dienste seiner finanziellen Unterstützer die weltweit sich verstärkende Strömung in den Völkern befördert, die diese angesichts ihrer eigenen Ohnmacht und der überall zunehmenden Konzentration des Vermögens in den Händen weniger Mächtiger dazu verleitet, sich enttäuscht von den demokratischen Regierungen ab- und rechtsradikalen, illiberalen Kräften zuzuwenden. Gleichen sich “womöglich” da die Ziele von FDP und AfD? Oder ist das „womöglich“ nur ein Kollateralschaden, und Lindner und ist einfach nur zu dumm, die Folgen seines Handelns vorauszusehen.

Pfui. ihr kleingeistigen, missgünstigen Klassenkämpfer

Wenn der Christian „Porsche“ Lindner von den Pfeilen Amors so durchlöchert wurde, dass er das dringende Bedürfnis verspürte, eine attraktive Person zwar des anderen Geschlechts, aber doch gleichen Standes bzw. gleicher Klasse zur Seinen zu erwählen, und er dieser Person in intimem Zusammensein, ganz ohne Anwesenheit zahlreicher Journalisten von „Bild“, RTL, der „Bunten“ oder der „Welt“- außer natürlich der angehenden Braut, einer „Welt“-Journalistin – in gewohnt überaus deutlicher, gewählter Sprache ihr Jawort zu entlocken vermochte und diese Tatsache alsbald öffentlich groß mit „Bild“, RTL, der „Bunten“ und der „Welt“ zu feiern begehrte, und zwar in kleinstem vertrauten Kreis, d.h. auf einer Insel, und zwar auf einer Insel, die nahezu ausschließlich den vergleichsweise sehr wenigen Angehörigen seiner Klasse bzw. seine Standes gehört, und wenn dieser Christian „Porsche“ Lindner dann dieser Person des anderen Geschlechts, aber gleicher Klasse in gewohnt sehr deutlicher und gewählter Sprache in einem kleinen, bescheidenen, aber schick geschmückten Gotteshaus – denn auch den Ungläubigen zieht es irgendwie zum Höheren – vor Friedrich Merz und anderen, die mit Privatflugzeug und sonstigen kaum minder geräumigem Fahrzeug herbei geeilt waren, exklusiv duftend und versehen mit funkelnden Steinen und Stoffen, um unter erhöhtem Pulsschlag und mit feuchtem Auge dem zweifachen Schwur ewiger Treue zu lauschen, wenn also dieser Christian „Porsche“ Lindner der attraktiven Person zwar des anderen Geschlechts, aber doch gleichen Standes bzw. gleicher Klasse in gewohnt sehr überlegt wirkender Sprache ein deutliches „Ja“ spendet, dann ist das seine Privatangelegenheit und geht niemanden etwas an.

Teller waschen mit Christian Lindner

GRRRRRR!!! Welch ein schreckliches Virus hat ihre Hirnzellen so aufgeweicht, dass in ihren Schädeln nur noch eine eitrige gelbbraune Brühe schwappt? Oder würde man beim Aufbrechen der Schädeldecke nur Leere finden, weil es sich um eine seelische Erkrankung handelt, die zu einer allgemeinen Verkümmerung führt?
GRRRRRR!!!
Friede Friede Friede
Springer
Und den Bürgern ein Wohlgefallen
Wenn Christdemokraten und Christian „Porsche“ Lindners Lobbypartei mit ihren Steuerplänen – laut dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (vgl. „Süddeutsche Zeitung vom 10.7.21) – weiter „von unten nach oben“ umverteilen wollen, so lässt das 94 Prozent der Bevölkerung vor Wut schäumen? Nein, niemanden; es ist das schon eine Art Folklore. Man schaukelt dümmlich grinsend mit dem Kopf zum Schuhplattler von Florian Silbereisen und Helene Fischer, wie er platter nicht geht. Oder sehen sie die Ungerechtigkeit, glauben aber, es sei naturgegeben wie der Klimawandel? Nichts zu machen? Ein Naturgesetz eben?
Die Christlichen, Sauter usw., und ihre Porsche-Freunde verstehen bekanntlich etwas von Geld, und zwar von viel viel viel Geld, von immer mehr Geld. Deshalb müssen viele christdemokratische Abgeordnete (43%) und viele von der „Porsche“-Lindner-Partei (62%) auch als Parlamentarier nebenbei viel dazu verdienen, damit sie noch mehr haben. Viel viel viel. Ihr Motto „Viel für Wenige“ kommt bei den wenigen mit viel gut an und veranlasst diese, einen Teil des ihnen zusätzlich geschenkten Reichtums in Spenden anzulegen, und zwar natürlich an diese ihnen so freundlich gesinnten Parteien. Sie hätten ohnehin nicht gewusst, wohin mit dem Geld, denn in Unternehmen investieren wollen sie nicht; angesichts der niedrigen Zinsen hätten sie dies sonst längst getan. Wen regt das auf? Anscheinend niemanden, denn die beiden Parteien erhalten bei Wahlen tatsächlich trotzdem zusammen mehr als 6 Prozent der Stimmen.
O Gott, o Gott!
Friede sei mit dir, denn mit viel Geld kann man viel kaufen, auch Wohlgefallen. Das wussten Hugenberg, Berlusconi, Orban, Trump, Mathias Doepfner und Friede Springer.
Sehet und höret, die ihr da viele seid mit wenig. Habt ihr nicht Augen und Ohren? Seid ihr noch zu retten?
Aber, aber, so rufen sie voll kitschigen Mitgefühls, die wenigen mit viel, die sind ja doch auch Menschen wie wir: Sie haben auch Augen, Ohren, Münder, sogar Nasen; die müssen auch zum Zahnarzt und manchmal gibt es tatsächlich auch Probleme mit dem Lebensabschnittsgefährten – das kann man dann in der BILD lesen. Darüber hinaus aber haben sie auch Yachten, Porsche, Privatflugzeuge, Villen am Lago Maggiore oder in der Toscana. Dank den Parteien, die die wenigen mit viel fördern, baden sie im Geld, ohne deswegen an Allergien zu leiden oder zum Psychiater wandern zu müssen.
Also ihr vielen mit wenig, träumt weiter! Von bezahlbarem Wohnraum, gar Reichtum. Wascht fleißig Teller! Denn wartet nur, balde werdet ihr alle Friedrich Merz.