Wählergunst: CDU/NS?

Soll bzw. darf die CDU mit den Nazis koalieren? Die Frage hat sich nach 1945 dank Adenauer nicht gestellt. Die Partei schillerte schwarzbraun so wie das Volk der Deutschen. Und das Schwarze ist auch heute noch etwas angeschmutzt. Die stellvertretenden CDU Fraktionschefs von Sachsen-Anhalt, Ulrich Thomas und Lars-Jörn Zimmer, stellen in einer Denkschrift fest, dass CDU und AfD ähnliche Ziele haben. „Es muss wieder (!) gelingen, das Soziale mit dem Nationalen zu versöhnen.“ 1 Man braucht dann nur noch ein NS an das Christliche anzuhängen, CDU/NS, und schon hätte man den einen oder anderen Wähler der AfD für sich zurückgewonnen. Eine Umbenennung in Arbeiterpartei schließen die beiden aber aus; sie würde die CDU unglaubwürdig machen.

Endlich CDU Bekenntnis: NS-Staat war verbrecherisch

Konrad Adenauer hat ja bekanntlich viele alte Nazis in seine Regierung geholt – nein, nicht nur Globke, den Verfasser der Rassengesetze. Ein lupenreiner Demokrat war er wahrhaftig nicht – so schreibt auch Willi Winkler in der “Süddeutschen”.
Und selbst später waren seine Parteifreunde äußerst tolerant gegenüber ehemaligen Nazis, wie den Ministerpräsidenten Lemke, Filbinger, Röder usw. usw. Auch Kohls Äußerung gegenüber Herrn Schwan, dass es sich bei der Waffen-SS um “anständige Leute” gehandelt habe, die laut Gerichtsbeschluss aufgrund ihrer Tragweite weiterhin zitiert werden darf, steht in bewährter Tradition.
Warum hat niemand die CDU aufgefordert, den Nazistaat endlich als verbrecherisch zu verurteilen?
Nun wird es aber endlich Zeit. Die CDU könnte es wenigstens heute nachholen, was sie fast 60 Jahre lang versäumt hat! Die Frist läuft allmählich ab, verdammt nochmal! Dringend notwendig, und würde uns alle – Hooligans natürlich ausgenommen – ungemein freuen.