Rajoy ist süß

Rajoy freut sich, und mit ihm die Rechte in der westlichen Welt. Denn das Verhalten der spanischen Sozialisten ist vorbildlich: Völlig selbstlos haben sie Rajoy zu einer neuen Regierung verholfen. „Damit geht sie einen Schritt weiter als die deutsche SPD.“[ref] Sebastian Schoepp „Süddeutsche 26.10.16[/ref] Hosianna! Sie haben damit ihre Wähler, die den glatten Rajoy, seine korrupte Partei und natürlich deren politischen Kurs verabscheuen, vor den Kopf gestoßen und politischen Selbstmord begangen. Was kann man mehr verlangen?
Diese Freude überschwemmt die westliche Welt: Denn die spanischen Sozialisten teilen den Hang zum Untergang mit ihren Schwesterparteien. Hollande in Frankreich, gewählt wegen seines linken Programms, machte rechte Politik. Seine Wähler wandten sich ab.
Und der deutsche Gabriel, der nach der letzten Wahl die rot-rot-grüne Koalition hätte versuchen können – die Mehrheitsverhältnisse ließen es zu -, diente sich statt dessen als Juniorpartner von Merkels CDU an. Seine Partei verlor massiv an Wählergunst.[ref] Wenn er und seine Genossen jetzt Überlegungen anstellen, ob eine Koalition mit der Linken künftig möglich wäre, so stoßen sie ihre Wähler erneut vor den Kopf. Schließlich haben sie vorher alles daran gesetzt, die Linke als Konkurrenten bei ihren Wählern zu  verteufeln. Aber wahrscheinlich dienen die Überlegungen ohnehin nur dazu, die Linke zu vernichten. Denn diese würden den Schwarzen Peter erhalten, weil sie kaum mit einer Partei zusammengehen können, in der die Leute vom Schlage eines Johannes Kahrs und seiner “Genossen” vom Seeheimer Kreis das Sagen haben![/ref]
Gäbe es ein anderes Wahlsystem in Groß-Britannien, könnte Labour um Corbyn die Freude trüben, da sie ein Beispiel gegeben haben, wie man wieder Profil gewinnen kann, allerdings gegen den Widerstand der rechten Blair-Anhänger.[ref]Bernie Sanders hätte mit seinem klaren Profil vermutlich ebenfalls bessere Chancen gegen Trump gehabt als die korrupte Clinton.[/ref]

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