Schmähode

Es ist alles so langweilig. Die Tage sind kurz und dunkel, Es passiert ja rein gar nichts, außer vielleicht ein Krieg um die Ukraine. Aber das heitert die Stimmung nicht wirklich auf. Der neue schnieke Finanzminister fährt in der Welt umher und tut so („Spieglein , Spieglein an der Wand“), als wenn er eine wichtige Persönlichkeit wäre. Naja, ärgerlich! Also schreiben wir mal eine Schmähode. Das wärmt vielleicht ein wenig in diesen düsteren, kalten Januartagen.

Schmähode

Oh, der du, Christian Lindner,
in Wahrheit aber
Heidrian Schlimmrer heißest,
Haarschneiders Knecht;
Mammons Sklave,
Ächter der Schwachen,
der du den Reichen
dein kaltes Herz verkaufst,
blutleere Mumie,
ausgewrungner Feudel!
Ja, nie glaubst du
der Weisheit Eule,
Meister der leeren, aber
wohlartikulierten Rede
entdampfet deinem hohlen Munde
– den Hörer packt Entsetzen –
allein der Irrsinn einer Hölle!

Aaaah, das hat gut! getan!

Werd’ ruhig poetisch, Olaf!

  
Da haben sich “Die drei von der Süddeutschen” aber wirklich was Schönes ausgedacht. Dichter, immer dichter. Dichteraus, Dichterin? Dichterin muss es schon sein – wegen zarter Empfindung und Quote. Von wegen: “Werd nicht poetisch, Ede!” (Panzerknacker:in) Im Gegenteil! Werd unbedingt poetisch! Es lebe die Phantasie! Hört die Querdenker raunen von Teufeln und Hexen. Und von der harmlos freundlichen Fee Alice Weidel, die einst in reizvoller Rüstung Erlösung bringt.

Politik poetisch.1 Das Plenarprotokoll der Bundestages fasst die Rede des Olaf Scholz in poetische Bilder und Verse. Einst war die Welt viel öder, sagt dann nicht nur der Söder. (Noch ‘n Gedicht!)
Und gebannt lauschen wir z.B. dem
Lob des – zauberhaft reinen  – Lauterbachs:
“Du hast so schöne Worte tief im Herzen,
Du weißt so wunderbare alte Weisen,
Und wie die Stern am Firmamente kreisen
Ziehn durch die Brust dir ewig Lust und Schmerzen.” (Eichendorff:in)

Oder ein Beispiel für ein etwas weniger persönliches Werk, das hingegen die Probleme des politischen Standorts bei SPD und Grünen zugleich poetisch und aufklärerisch nüchtern beschreibt:

lichtung
manche meinen
lechts und rinks
kann man nicht velwechsern
werch ein illtum
(
E. Jandl:in)

Soon’ Bart! Wie neu!

Wir wollen unseren alten Kaiser Wilhelm wiederhaben.
Aber den mit dem Bart, mit dem langen Bart!
Tüüüüt, tüttüt! Der Mann aus Hameln versteht es, bezaubernd zu pfeifen. Da fangen selbst Kai Pflaume, Florian Silbernagel und Helene Fischer an zu zucken. Der Saal kocht, während das Fernsehballett sich verrenkt, als hätte es Ungenießbares verschlungen. Heißa! Und sie singen vom Glück der Liiiiiebäää, dem Dasein ohne Sorgen um Geld und Wohnraum.
Ach, du guter Gott! Einst musste man sich keine Sorgen machen, welches Kleid oder welche Hose man morgens anziehen sollte. Auch Sockenstopfen entfiel – man wählte morgens nur das passende Feigenblatt (ungebügelt!), um das Geschlecht mehr oder minder zu verbergen. Die perfekt filetierten gebratenen Tauben flogen einem in den Mund und statt Wasser gab es Met oder einen Château Petrus.
Ach, gebt uns das Paradies zurück.


Es gab damals keinen Corona Virus. Am Strand von Mallorca war man fast allein. aber abends trank man in der Horde, bis man – genussvoll – kotzen konnte. Man traf nirgendwo Schwarze, Rote oder Gelbe – alle Menschen lebten und starben gottesfürchtig am selben Ort, an dem sie geboren waren, und sprachen die Sprache, mit der sie geboren waren.
Es sei denn, man konnte Menschen ausbeuten, indem man sie versklavte. Aber das waren ja auch keine Menschen.
Ach, das Empire! Make Britain great again.
Ach, du einstig einzige Weltmacht USA! Make America great again.
Ach. und Napoleon hat halb Europa unterworfen. La grande nation! Rends à la France sa grandeur.
Ach, das osmanische Reich – die Türken wollen es zurück!
Ach, das römische Reich – die Italiener wollen es zurück!
Ach, das griechische Reich – die Griechen wollen es zurück!
Ach, das spanische Reich und das portugiesische – die Spanier und die Portugiesen wollen es zurück! Zurück ————- in alter Größe!!
Wir wollen unseren alten Kaiser Wilhelm wiederhaben.
Aber den mit dem Bart, mit dem langen Bart!
Zurück, zurück! Wir wollen zurück – und sie führen uns: Boris Johnson, Donald Trump, Recep Erdogan, Eric Zemmour, Björn Höcke, Jose Antonio Kast, Wladimir Wladimirowitsch Putin usw. usw. Zurück! Zurück! Damals gab es nämlich keinen Hunger, keine Inflation, keine Pest und keine Cholera, keine Armut, keine Schwermut, keinen Hunger, keine Hexenverbrennungen, keinen Holocaust, keine Schwulen und keine aufmüpfigen Frauen. Nein!!!!! Gab’s nicht!!!! Basta!
Aber die Gegenwart ist unsicher, und die Zukunft noch mehr; überall lauern Gefahren. Der Tellerwäscher wird nie mehr zum Millionär. Die Villen der Millionäre sind mit Glasscherben, Stacheldraht und Alarmanlagen gesichert.
Zurück, zurück. Mit Höcke in den Kyffhäuser, von wo der Barbarossa mit der Beatrix Amelie Ehrengard Eilika von Storch, geborener Herzogin von Oldenburg, und der Doris Fürstin von Sayn-Wittgenstein uns zurück ins Paradies führen werden. Hitler hat die Autobahnen gebaut. Vom Holocaust hat er nichts gewusst, weil der ja gar nicht stattgefunden hat, sondern nur eine Erfindung ist von George Soros..
Pétain hat angeblich französische Juden gerettet, sagt der französische Präsidentschaftskandidat Eric Zemmour.
Das ist überhaupt kein Rassismus. Und wenn! Wir sind die Herrscherrasse.
Fürchtet euch: „Man“ will das stolze weiße, christliche Kulturvolk der Franzosen, Deutschen, Engländer, Amerikaner usw. „umvolken“, es durch Horden von rohen heidnischen Farbigen ersetzen.
Und: „Die Feministinnen wollen den Tod Frankreichs“, sagt Zemmour. Bald gibt es womöglich nur noch Frauen in Frankreich. Wo kann man dann noch in Ruhe sein Bier oder sein Viertel Roten trinken?
Wir wollen unseren alten Kaiser Wilhelm wiederhaben. Wir nehmen aber auch gern den mit dem Schnauzbart.
Einer muss da mal aufräumen. Wir sind das Volk, und wer nicht zu uns gehört, gehört …
Zemmour sagt auch: „Wir müssen den Minderheiten, den Medien und der Justiz die Macht nehmen.“ Da gurgelt auch der Höcke , dass ihm der Speichel aus dem Mundwinkeln trieft. Stürmt das Parlament! Zerstört die Demokratie!
Als wenn das so einfach wäre!
Naja, hilfreich war dem Trump auch sein Fox News usw.1 Und auch Zemmour hat seinen Kanal Cnews, wo er an fünf Abenden in der Woche von 19.00 bis 20.00 redet, worüber er will. Den Sender hat ihm der Milliardär Vincent Bolloré gekauft. Deutschland hat seine Friede Springer und die ihren Mathias Döpfner und der sein BILD als „Zeitung“ und nun auch noch als Fernsehsender, als wenn „Welt“ und ntv und RTL und … nicht genügten.
Putin, Orban, die PIS-Partei, Boris Johnson usw. haben da auch vorgesorgt.
Was? So schrecklich einfach ist das? Ja, einfach schrecklich.

Erich Merz in Wirklichkeit Friedrich Honecker?

Christian „Porsche“ Lindner ist in Wirklichkeit, wie alle seine intimen FreundeInnen wissen, Graf Dracula. Er ist an sich schon bei Tage gruselig, aber wenn man ihm nachts begegnet, ist er … mindestens genauso gruselig. Man könnte dies abtun als bloße Fiktion, einen dieser Mythen von Querdenkern und Impfgegnern, aber alle werden es erkennen, wenn er demnächst Finanzminister ist.
Seine Beziehungen zu Nessie und zum Yeti – beide sollen Liberale sein – sind bisher leider wissenschaftlich nicht ausreichend untersucht. Aber Annalena Baerbock und Robert Habeck hat er ganz offensichtlich in seinen Bann gezogen. Sie scheuen noch trotz aller Sympathie vor dem Eintritt in die FDP zurück. Aber Spätfolgen sind nicht auszuschließen
Von Bill Gates weiß man1, dass er nicht nur das Covid Virus in seinen Laboren entwickelt und in die Welt gesetzt hat, um die Menschheit zu reduzieren, sondern auch die Menschen, die sich vor der Seuche Covid 19 fürchten, mit einem Mikrochip impfen lässt, um die NWO, die Neue Weltordnung, unter seiner Führung zu schaffen.
Dabei hilft ihm selbstverständlich George Soros, weil er Jude ist und als solcher natürlich Deutschland usw. abschaffen will – mit Hilfe der G5 Mobilfunkstrahlen.
Was tun? Täglich eine gehörige Portion Petroleum, Terpentin oder Chlordioxid. Wer ganz sicher sein will, sollte besser alle drei zu sich nehmen.
Gott sei Dank tut das offenbar auch reichlich Mathias Döpfner an der Spitze des Springerkonzerns und des deutschen Verlegerverbandes. Er hat nämlich in einer SMS den inzwischen doch höchst widerwillig von ihm entlassenen BILD Chefredakteur Julian Reichelt gerühmt: „der letzte und einzige Journalist in Deutschland“, der noch mutig „gegen den neuen DDR-Obrigkeitsstaat“ ankämpfe, während fast alle anderen zu „Propaganda-Assistenten“ geworden seien.
Döpfner ist dank Terpentin und Chlordioxid auch als Einlauf – nicht verrückt und hat deshalb erkennen können: Wir sind umzingelt, sie haben uns unterwandert. Es ist wie 1945: überall nur noch Kommunisten. Friedrich Merz zeigt nachts seine wahre Identität: Erich Honecker.