Langeneß wird Steueroase

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel macht die nordfriesische Hallig Langeneß zur Steueroase. Sigmar Gabriel hat erkannt, dass man, wenn man Erfolg haben möchte, am besten die Erfolgsmodelle anderer kopieren sollte, und so hat er sich Claude Juncker, Angela Merkel, David Cameron usw. zum Vorbild erkoren und sucht nun das scheue Reh Kapital u.a. durch Steueroasen in die Bundesrepublik zu locken. Seine Berater hatten ihm allerdings heftig abgeraten, Ludwig Erhard zu imitieren, indem er in der Öffentlichkeit mit dicker Zigarre auftritt, denn Ludwig Erhard würde heutzutage vom Kapital als zu links angesehen, gerade auch nachdem ausgerechnet Sarah Wagenknecht das antineoliberale Element in Erhards Modell der Sozialen Marktwirtschaft hervorgehoben hatte. Da es aber nicht genügt, wie man von Schröder weiß, dass man einfach nur imitiert, sondern noch etwas radikaler sein muss als das Vorbild, engagiert er sich für CETA und TTIP und tritt für die Abschaffung der kalten Progression ein gegen den Willen von Merkel und Schäuble. Dieser war in einer Analyse für das Finanzministerium zu dem Schluss gelangt, dass aufgrund der geringen Inflation und der Erhöhung des Grundsteuerfreibetrags „in diesem Jahr keine kalte Progression entstehen wird“, wobei ohnehin 2013 die durchschnittliche Belastung pro Person gerade nur 16€ betrug.
Das Problem der Presse, die der SPD traditionell feindlich gesonnen ist, wird, so hoffen er und seine Berater, sich dadurch lösen, dass durch seine Politik die CDU und die möglicherweise von Merkel wiederbelebte FDP als linke Schwärmer erscheinen.

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