Kaum zu glauben: Seehofer menschelt

Das ist eine unerwartete, aber um so erfreulichere Nachricht: Da sich das dank den Bemühungen unserer Regierung finanziell klamme Griechenland mit seinen Flüchtlingen in einer verzweifelten Lage befindet und Deutschland mit der EU ihm alle gewinnbringenden Staatsbetriebe zu einem Freundschaftspreis abgekauft hat[ref]Bekanntlich wurde u.a. der größte griechische Hafen von Piräus an eine chinesische Reederei verkauft, und die deutsche Fraport hat 13 regionale Flughäfen in Griechenland gekauft, natürlich nur die gewinnbringenden.[/ref] , haben Horst Seehofer und die bayrische Landesregierung sich – offenbar aus Gründen der Imagepflege – bereit erklärt, das Hofbräuhaus (jährlich 3,7 Millionen €uro Gewinn nach Ertragssteuern) zu einem Freundschaftspreis an Athen zu verkaufen. Eine symbolische Geste freundschaftlicher Art, zumal der Kredit, den Griechenland für diesen Kauf benötigt, ihm zinslos von der europäischen Zentralbank zur Verfügung gestellt wird. Das Hofbräuhaus soll allerdings zur Freude der Münchner Bevölkerung und der amerikanischen Touristen noch für einige Zeit in Deutschland stehen bleiben, weil in Griechenland momentan mit weit weniger Zulauf gerechnet werden muss als in München.
Allerdings braucht man sich keine Sorgen zu machen, wenn das Hofbräuhaus endlich nach Athen verschoben wird, dass etwa die griechischen Bediensteten in ihren Dirndln und Krachledernen weniger gut für das Geschäft sorgen würden als die Angestellten in München. Es geht ja nicht um Privatisierungen, sondern um eine ganz normale Übernahme.[ref]Privatisierungen, z.B. die  von Bahn, Wasser in Großbritannien, haben nur Ärger gebracht: Die Bahn wurde so heruntergewirtschaftet, dass nach drei schlimmen Zugunfällen, wieder ein öffentlicher Träger eingesetzt wurde. Der privatisierte Wasserversorger  Seven Trent vernachlässigte die Anlagen so sehr, dass bei einer großen Regenflut sämtliche Tanklaster des Landes die Bevölkerung mit Trinkwasser versorgen mussten.[/ref]

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