Iiih! Gierschsalat mit Weinbergschnecken!

Iiih! Gierschsalat mit Weinbergschnecken! Das mögen die Deutschen nicht. Und das müssten sie täglich essen, statt Bratwürste zu grillen.
Die von der EU wollten doch tatsächlich einen geringeren Kohlendioxidausstoß für Fahrzeuge vorschreiben. Aber was wäre die Folge, wenn Mutti nicht – so die Formulierung von Matthias Groote, dem Vorsitzenden des Umweltausschusses im EU-Parlament – “mit der Brechstange losgezogen” wäre und die Interessen von Mercedes und damit der deutschen Wirtschaft und damit von Ulli Hoeness und damit von uns allen ungewohnt rabiat verteidigt hätte? Die Deutschen hätten vielleicht etwas mehr intakte Umwelt, aber 81.790 000 von 81,8 Millionen Deutschen wären arbeitslos, müssten auf Schneckenjagd gehen und wüssten nur noch aus Erzählungen ihrer Großeltern, was eine Bratwurst ist. Dann doch lieber, sagt Mutti, Industriebratwurst in ungesunder Umwelt. Denn Mutti sorgt sich um die Arbeitsplätze . “What’s good for General Motors Mercedes is good for the country.” Deshalb darf ja auch in Deutschland keine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen eingeführt werden. Wer kauft denn noch einen BMW, wenn er damit nur 140 km/h fahren darf? BMW müsste alle Werke schließen; die Arbeiter würden sich auf der Straße Wiese wiederfinden, und dort würde Giersch wachsen, aber keine Bratwurst. Es ist ja schon jetzt so weit gekommen, dass die so erfolgreichen Waffenhersteller Heckler und Koch sich zu illegalen Waffenexporten gezwungen sehen – aus Sorge um die Arbeitsplätze. Ihre Berater aus der Finanzwelt drängen daher Merkel, sie müsse endlich für mehr bewaffnete Konflikte in der Welt sorgen – und damit für deutsche Bratwürste, auch wenn der Wurst die Chemikalien aus der Pelle triefen. Und Schnecken kann man schlecht grillen.

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