Hääh? Was hat denn die Vernunft hier zu suchen?

Sie wollen Griechenland zwingen, Steuern zu erhöhen, speziell die Steuern, die auf den einzigen Wirtschaftszweig ausgerichtet sind, der in der Vergangenheit noch Erträge bringen konnte, nämlich die schon unter der Flüchtlingskatastrophe leidende Tourismusindustrie (Übernachtungspauschale). Die Griechen müssen die lukrativen Staatsbetriebe verkaufen; die anderen dürfen sie behalten. Das sind Maßnahmen, die die Konservativen in den eigenen Ländern als Gift gegen das Wachstum bekämpfen.
Sie wollen Griechenland endgültig zugrunde richten, sagt der Ökonom[ref]Erinnert sei an die Formulierung in dem Offenen Brief an Angela Merkel von Thomas Piketty, Jeffrey Sachs, Dani Rodrick, Heiner Flassbeck und Simon Wren-Lewis, dass “die griechische Regierung gerade gebeten wird, sich eine Pistole an den Kopf zu setzen und abzudrücken”. oder Paul Krugmans Aussage, die Forderungen gingen “über Härte hinaus hin zu purer Rachsucht”.[/ref].
Sie leiden an Schizophrenie, sagt der Psychologe.
So ist’s, sagt traurig die Vernunft[ref]Sie denkt offenbar an die Opfer der griechischen Bevölkerung, z.B. an die 50% Arbeitslosen bei den bis Zwanzigjährigen.[/ref]..

Die Schuldenlast der Griechen wächst immer weite[ref]Die New York Times im Editorial: Griechenlands Wirtschaft wird sich nicht erholen, wenn Schäuble weiterhin den Schuldenschnitt verweigert.Dieser Meinung scheint auch der IWF zu sein.[/ref].
Investoren werden von einer möglichen Staatspleite abgeschreckt, was die griechische Wirtschaft am Wachsen hindert. Wenn der Schuldenberg weiter wächst, wird eine Rückzahlung immer weniger wahrscheinlich, so dass die Gläubiger schwarz sehen müssten.
Wenn ein Schuldenschnitt käme und das Land weniger mit der steigenden Schuldentilgung zu tun hätte, könnte sich die Wirtschaft leichter erholen und eine Tilgung der Restschuld wäre irgendwann möglich, was Investoren positiv bewerten würden.
Dass soviel Geld verloren wäre, können wir unseren Wählern nicht zumuten, sagt ein Herr Schäuble.
Der Verlust der gesamten Hilfsgelder bei einer Staatspleite wäre für alle Betroffenen das Schlimmste, sagt der Ökonom.
Die Vernunft schlägt sich an die Stirn.

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