Grenzenlos borniert

Oh, Markus Lanz, dass du nur ein erbsengroßes (FDP-)Hirn hast, ein Mensch – politisch korrekt ausgedrückt: „mit Grenzen“, mit sehr, sehr engen Grenzen, bist, dafür würdest du unser Mitleid erhalten. Aber dass du uns dieses Manko immer wieder unter die Nase reiben musst, löst in uns ein sehr unangenehmes Gefühl der Scham aus. Wie du dir aber vorgenommen hast, in deiner bescheuerten Talkshow einmal allen zu zeigen, dass es ganz einfach ist für einen richtig intelligenten Menschen wie dich, so ein politisches Leichtgewicht wie Sarah Wagenknecht, so eine einfach gestrickte, erbsenhirnige Populistin, mal so richtig auseinanderzunehmen, das bringt selbst die anscheinend für deinen Charme überaus empfängliche Katharina Riehl von der Süddeutschen Zeitung zu dem scharfen, wenn auch in ein sprachlich „höchst fragwürdiges“ Deutsch gefassten Urteil: dass seine Fragen „eher unangenehm auffielen als weiterbringend“.
Nicht das aber kritisiert die kritische Frau Riehl, sondern auf die Palme bringt sie die Erregung des „digitalen Mobs“, der „in höchst fragwürdiger Interpunktion“ (hoho!) eine Online-“Petition“ mit der Forderung nach der Entlassung von Lanz veröffentlichte. Das erregt sie sehr; nicht so sehr erregt sie, „dass Lanz etwas (!) übers Ziel hinausgeschossen ist“. [dropdown_box]Sibyllinisch merkt sie an, dass „sich bei einem wie Lanz immer genügend Grundsatzverächter finden.“ Und weil sie nun mal eine Fragende ist, fragt sie, „ob wirklich jeder, der mal (!) schlechte Arbeit macht, vom digitalen Mob aus dem Amt gewählt werden sollte.“ Ihr weiblich feinsinniges Urteil lautet abschließend: „Der Schwarm kann manchmal ein ziemlicher Scheißkerl sein.“
“Bitte aufregen” hat sie ihren kleinen Artikel überschrieben.
Na gut, dann, Frau Riehl, dann wollen wir mal mit allem, was uns lieb und heilig ist, Ihrem charmebolzigen Freund so richtig scheißkerlmäßig Saures geben:
Markus Lanz sei verflucht in Kraft und Macht des allmächtigen Gottes, Gottes des Vaters, Gottes des Sohnes und Gottes des Heiligen Geistes, und der unbefleckten Jungfrau Maria, Mutter und Schutzheiligen unseres Heilandes, und aller himmlischen Tugenden, Engel, Erzengel, Throne, Reiche, Mächte, Cherubim und Seraphim und aller heiligen Erzväter, Propheten und aller Apostel und Evangelisten und aller der heiligen Unschuldigen, welche im Angesichte des Lammes würdig befunden sind, zu singen das neue Lied, der heiligen Bekenner und Märtyrer, der elftausend heiligen Jungfrauen, dass er sei gequält, gebunden und überliefert der Rotte Dothan und Abiram. Es verfluche ihn der ganz Chor der heiligen Jungfrauen. Alle Himmel und Erden und was darin heilig ist, verfluche ihn.
Markus Lanz sei verflucht, er befinde sich, wo er wolle, in seinem Hause oder in den Ställen, im Garten, oder auf dem Felde, im Fernsehstudio oder auf offenem Wege oder Steige oder im Walde oder im Wasser oder in der Luft oder in der Kirche. Er sei verflucht im Leben oder Sterben.
Markus Lanz sei verflucht, wenn er isst und trinkt, wenn ihn hungert und dürstet, wenn er fastet, wenn er schläft, wenn er schlummert, wenn er geht, wenn er steht, wenn er ruht, wenn er liegt, wenn er arbeitet, wenn er ruht, wenn er Ader läßt, die Blase erleichtert, den Darm entleert.
Verflucht sei Markus Lanz in allen Kräften seines Leibes.
Verflucht sei er an seinem Inwendigen und Auswendigen. Er fühle den Fluch in den Haaren seines Hauptes, in seinem Gehirne und seinem Scheitel, in seinen Schläfen, in seiner Stirn, in seinen Ohren, in seinen Augenbrauen, in seinen Wangen, in seinen Backenknochen, in seinen Nasenlöchern, in seinen Schneidezähnen und in seinen Mahlzähnen, in seinen Lippen, in seinem Schlunde, in seinen Schultern, in seinen Fäusten, in seinen Armen, in seinen Händen, in seinen Fingern.
Er fühle den Fluch in seinem Munde, in seiner Brust, in seinem Herzen und allen edlen Teilen bis ganz zum Magen hinunter.
Markus Lanz fühle den Fluch in seinen Nieren, in seinen Lenden, in seiner Mannheit, seinen Hüften und in seinen Knien, seinen Beinen, seinen Füßen und Nägeln an den Füßen.
Er sei verflucht an allen Gelenken und Wirbeln seiner Glieder, von seinen Fußsohlen an bis zur Spitze seines Scheitels sei nichts Gesundes an ihm zu finden.[ref]Verfluchung nach Textus de ecclesiae Roffensi, per Ernulfum episcopum, wiedergegeben in L. Sternes Tristram Shandy[/ref]
Na, auch eine Art Shitstorm, oder?[/dropdown_box]

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