Gräfliche Stimmungsschwankungen

Wenn Günzel Graf von Müllhausen-Zotterburg vor seinen Äckern steht, die sich bis an den Horizont ausdehnen, und er sich vorstellt, dass seine neuen glitzernden Maschinen das alles umpflügen sollen und wie seine Maschinen danach aussehen würden und  wieviel Zeit, Energie – ja, sagen wir es deutlich: wieviel Geld das kosten würde, dann rinnt dem armen Grafen der Schweiß in Strömen von seinem würdig kahlen Haupt und er schüttelt es so heftig, dass es die Schweißtropfen meterweit durch die Luft schleudern und die einzig verbliebene Hummel des Landkreises ängstlich das Weite sucht. Und nachdem er sich nach ein paar Minuten von dem schrecklichen Gedanken erholt und er seine Sprache wieder erlangt hat, stöhnt es aus ihm heraus: „Das würde der Konzern auch gar nicht billigen. Ach, am besten nehmen wir doch wieder ein paar Tonnen Glyphosat.“ Nach kurzer Überlegung jedoch erleuchtet ein glückliches Lächeln die Züge des Erlauchten: “Mit dem Geld, das ich spare, kann ich mir massenhaft BIO-Lebensmittel kaufen!“

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