Zündende Ideen

Markus Söder (www.cliparts.de)

Die menschliche Wahrnehmungsfähigkeit ist leider begrenzt. So überliest man leicht Meldungen, deren Relevanz sich erst nach dem zweiten Lesen ganz erschließt. Zwei Beispiele aus der Süddeutschen Zeitung (13.8.20), die man leicht übersehen könnte:
So erfahren wir aus der Landwirtschaft: „Auf den Feldern dominieren einjährige Sorten. Dabei bieten langlebige Pflanzen mehr Nachhaltigkeit.“ Dank sei Herrn Bernd Eberhart für diesen erstaunlich einfachen Hinweis darauf, wie man mehr Nachhaltigkeit erreichen kann, wonach wir uns ja letztlich alle, von der Feldmaus bis zu Markus Söder, ja sogar dem Trump, mehr oder minder heimlich sehnen.

FELDMAUS (süß)

Beispielhaft und nachahmenswert ist der Umgang einer Konservenfabrik im bayrischen Mamming mit der Covid Epidemie. Sie hat es, wie so mancher Schlachtbetrieb, nicht immer einfach. Aber nachdem dort 270 von 600 Mitarbeitern von Covid infiziert worden waren, hat sie „ihr Hygienekonzept überarbeitet und infizierte Saisonkräfte von den nachweislich gesunden getrennt“. Ob das neue Konzept von einer Beraterfirma stammt oder ein schlecht bezahlter, jedoch blitzgescheiter Mitarbeiter auf diesen zündenden Einfall gekommen ist, lässt sich der Meldung nicht entnehmen. Aber man würde sich auf jeden Fall wünschen, dass solch kluge Konzepte nicht auf Mamminger Gemüsefabriken beschränkt bleiben, sondern in der ganzen Welt Schule machen. Das würde vermutlich alle freuen, von der Feldmaus bis Markus Söder. ja vielleicht sogar so ein Trump.

Standhaft

Klein mit dichtem kastanienbraunen Strubbelhaar und dem markanten Ring in der herausragenden Nase die Straße entlang schlendernd, mit lässig erhobener Hand und leichter Wendung des Kopfes bald diesen, bald jenen grüßend, so kennen ihn viele. Doch nur sehr wenige kennen sein stolzes Geheimnis, gehören zu den Glücklichen, die seine wunderbar erotischen Tätowierungen sehen durften, die sich von der linken Pobacke bis halb auf die rechte erstrecken, als wären es nicht zwei Hälften, sondern ein einziges vollkommenes Gesamtkunstwerk. Dass er bei so einer Hitze schon ziemlich schwitze, bekannte der junge Mann mit großem Bedauern, aber deshalb würde er sich trotzdem nicht einfach entblößen. Das mit der Nase sei ja schon etwas ganz anderes.

Erfreuliches aus Wunnsiedel

Zum Fest des 150jährigen Bestehens des Schützenvereins „Kimme frei“ hat sich dieses Jahr der Zweite Vorsitzende und Schriftführer des Vereins, Herr Sebastian Köppelmann, als Zielscheibe in den Dienst des Bogenschießwettbewerbs gestellt. Es war wieder einmal ein überaus gelungenes Fest, in dem die Schützen sich selbst übertrafen.