Rrrrrraus!!!

Hier piept’s doch

„Horch!“
Ja? Was ist denn?
„Von fern ein leiser Harfenton!“
Ach! eine Harfe? Oder mehr so ein Piepsen?
„Frühling, ja, du bist’s; dich hab‘ ich vernommen.“
Ach, der Herr Lenz harpft schon wieder? Naja, wir haben ja auch schon April – da kann ihm schon mal der eine oder andere Ton entweichen. Und sonst?
„Nicht nur die Bäume schlagen aus; der April, er flieht dahin, es droht der Mai bzw. die May bzw. der Brexit.“

Farage, Bannon und Johnson

Stop! Das verstehe ich nicht. Da haben uns die Briten in der EU zum Verzweifeln gebracht, indem sie uns ständig mit unzähligen Sonderwünschen und Vetos zur Rettung ihres Thatcher-Kapitalismus behelligt haben. Uff, haben wie geschnauft, wie kann man die loswerden? Dann, hosianna!, sie wollen plötzlich selbst raus.
Good Bye! Auf Nimmer-Wiedersehen! Sollen sie ihren Sch… doch alleine machen auf ihrer Insel. Wir haben auch ohne sie noch genug Ärger mit all den schrecklichen Orbans, Kaczyńskis, Salvinis … Die sollen sie am besten gleich mitnehmen!
Die Tories in Groß-Britannien sind weit nach rechts gerückt, unterwandert von faschistoiden Nationalisten. Es geht nämlich nur um nackten Nationalismus.

Wenn der Verstand fehlt …

Caesar, Olaf, Emil

Führungskräfte – ob sie Julius Caesar Pompeo oder Trump L. oder auch nur Horst Schmidt, Olaf Scholz oder Emil Meier heißen – benötigen Sachverstand. Wenn sie den nicht haben, ist es gut, wenn sie eine Brieftasche haben; die ziehen sie dann aus der Hose und rufen bei McKinsey an. Weil die sehr sehr viel Geld verlangen, haben sie auch sehr sehr viel Sachverstand. Da in der letzten Zeit in der Öffentlichkeit jedoch mehrmals bei den ebenso zahlreichen wie geschäftstüchtigen McKinseys ein Missverhältnis von – finanziellem – Aufwand, also Honorar,  und Ergebnis kritisiert wurde, kann man auch einfach eine Person als sachverständigen Beistand hinzuziehen.

Hupe und Hubraum

In Verkehrsfragen wendet sich dann z.B. der Bundesvorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) Ulrich Syberg am besten an Oliver Blume. den Vorstandsvorsitzenden der Porsche AG, wenn es um ein fortschrittliches Fortbewegungskonzept geht, das sowohl die Interessen der Fahrradindustrie (Fahrradhupe von 105 dB) als auch der Automobilindustrie (315 km/h Freiheit für den Autofahrer) berücksichtigt. Das wird dann mit Sicherheit auch den großartigen Verkehrsminister Andreas B. Scheuer vom Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) überzeugen. 

Gauführer

„Ich habe eine bessere Bildung als sie, ich bin klüger als sie, ich bin auf die besten Schulen gegangen, sie nicht. Viel schöneres Haus, viel schönere Wohnung, alles viel schöner. Und ich bin Präsident, und sie nicht.“ ((Trump in Michigan nach Veröffentlichung des Berichts von Robert Mueller über seine dubiosen Beziehungen zu Putin))
Liebe Freunde von der AfD, kann man über – euer Vorbild – Trump Witze machen, oder muss bei diesem Gegenstand der Witz versagen?

Ist der Bild-Leser gar nicht so blöde?

Aparte Blondine mit Niveau, 28 J., Idealmaße 90 – 60 – 90, sucht für amouröse Abenteuer oder bereichernde Partnerschaft gutsituierten Herren, gerne auch dekadenter Hochadel. Bitte keinen Idioten.
Wie schön! Aber das mit dem Idioten hätte sie weglassen sollen.

War Strauß etwa ein Metzgersohn?

Wen wird die Traumfrau in die engere Auswahl ziehen, Franz-Josef Strauß, den bayrischen Metzgersohn, oder Franz-Josef Strauß, den bayrischen Ministerpräsidenten?
Müßige Frage; denn der Frant-Josef – es handelt sich ja um dieselbe Person – hat es zwar in seiner Politkarriere zu beträchtlichen Vermögen gebracht, aber er ist ja schon lange tot. Bliebe nur noch Franz-Josef Strauß, der Flughafen. Aber die Liebe zu einem Flughafen ist in der Regel nicht bereichernd, ob er nun Willy-Brandt oder Franz-Josef-Strauß heißt.

Spaziergang im Park

Und Sie, liebe Leserin, die Sie vielleicht bereits mit einem ebenso charmanten wie einfühlsamen und stinkreichen, möglicherweise auch ganz durchlauchten Herrn partnerschaftlich verbunden sind, wo möchten Sie lieber einen romantischen, sonnenumfluteten, von Vogelgezwitscher begleiteten Spaziergang machen, in einer Lagerstätte für hochradioaktive Abfälle oder in einem behaglich warm strahlenden Entsorgungspark der Atomindustrie?

Seelenleben der Arbeitgeber

Und was sagen Sie: Ist Ihr niveauvoller Partner ein eiskalter Sklaventreiber, der um des Profites willen über Leichen geht, oder ist er gar ein Arbeitgeber.

Hier stinkt’s

Nachdem der Bundesfinanzhof – die Behauptung, dass Donald Trump dessen Zusammensetzung bestimmt hat, ist nachweislich falsch und einfach nur lächerlich – Attac die Gemeinnützigkeit abgesprochen hat, wurde es im Bundestag schrecklich … nass: In einer Sturzflut von Tränen  – der Rührung – fielen sich die Abgeordneten von CDU und FDP in die Arme. Ihnen hat Attac gestunken, besonders dem Finanzminister Schäuble. Deshalb musste er etwas unternehmen. Und so hat er sich beschwert – ganz oben. und – heureka! – er hat es geschafft! Die unternehmerische Freiheit – auch von Steuern – ist gerettet. Es war an sich nicht ganz einfach, denn, wie Wolfgang Janisch und Stephan Radomsky in der Süddeutschen Zeitung vom 27.2.19 schreiben, man wird Attac „nicht absprechen können“, dass sein Ziel ist, „einen möglichst großen Nutzen für die Allgemeinheit zu stiften“. Wird man nicht können? Doch kann man. Man muss nur wollen. Aber zum Glück ist das Urteil, wie der Vorsitzende Richter des  V. Senats Bernd Heuermann betonte, „politisch neutral“. Uns fällt ein Stein vom Herzen!!

Ein Witz

Kennen Sie den Witz von Klein Erna?
Die Lehrerin beschwert sich bei Klein Ernas Mutter über Ernas ungeniertes Pupsen. Darauf die Mutter: „Sie sollen ihr nicht riechen, Sie sollen ihr lernen.“
Der Witz passt so ja aber gar nicht hierher, denn Attac hat ja gebildet, aber nicht das, was Lindner und Schäufle für richtig halten. Der Witz muss also eine Fortsetzung erhalten:[htsP anchor_text = „Weiterlesen“]
Als die Lehrerin auf einem anständigen Benehmen besteht, empört sich Klein Ernas Mutter: „Mir passt überhaupt die ganze Richtung nicht: Sie lernen ihr Rechnen. Wo kommen wir denn da hin?! Dann sollen Sie ihr lieber riechen.“

Umwelthilfe stinkt wie Diesel

Für die  Schäubles und Lindners war es wie Weihnachten. ((Heribert Prantl von der „Süddeutschen Zeitung“ (2.3.19) urteilt über die Entscheidung: Man wisse nicht, „ob man darüber lachen oder weinen soll“, und nennt deren Begründung „höchst sonderbar“, weil die Ziele von Attac demnach „angeblich weniger relevant für Gemeinnutz und Gemeinwohl als das Werkeln in einem Verein für Modellflug, Amateurfunk, Kleingärtnerei oder Hundesport“ wäre – oder der CDU-Wirtschaftsrat. „Das alles ist in Paragraf 52 der Abgabenordnung als gemeinnützig und förderungswürdig aufgelistet, die Bundesfinanzrichter halten sich streng an diese Auflistung; das ist eine ,Idiotie‘.“ Prantl ebd.)) Nun soll das nächste Projekt starten: Laut Beschluss C113 des letzten Parteitags fordert die CDU, auch die „Deutsche Umwelthilfe“ auf ihre Gemeinnützigkeit hin zu prüfen. Denn wenn schon Attac in übler Weise das Großkapital zum Steuerzahlen zwingen will, so widersetzt sich die Umwelthilfe dem Druck der Autoindustrie. ((Der nordwürttembergische Verband Stuttgart der CDU, in dem Matthias Wissmann Ehrenvorsitzender ist, hatte den Antrag auf dem Parteitag eingebracht.)) Pfui!!
Gemeinnützig ist dagegen auf jeden Fall die Deutsche Gesellschaft für Wehrtechnik. Sie stinkt überhaupt nicht; sie bildet die Staatsbürger, die den Wert von tödlichen Waffen und deren Verkauf nicht erkennen wollen. Das ist eine äußerst verdienstvolle Aufgabe,

Neue Soziale Marktwirtschaft von spezieller Gemeinheit

Und auch die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) ist ein extrem  gemeinnütziger Partikularallgemeininteressenverband. Denn sie stellt laut eigener Aussage „eine starke ,Lobby‘ für marktwirtschaftliche Alternativen“ dar. Sie möchte nämlich „die gesellschaftliche Akzeptanz unternehmerischer Freiheit“ fördern, unter deren Nicht-Akzeptanz der Unternehmer – auch seelisch – sehr, sehr leidet. „Lobbyisten im Sinne einer einseitigen branchen- oder themenspezifischen Interessenvertretung sind wir aber nicht“, erfahren wir auf ihrer Internet-Seite (https://www.insm.de/). Es geht nicht nur um die Metall- und Elektroindustrie. Man ist da sehr breit aufgestellt. ((„Fehlende geistige Offenheit hat der Finanzhof Attac vorgeworfen (…) Den Vorwurf kann man jeder Ansicht machen, die einem nicht passt. Fehlt die geistige Offenheit, wenn man den ,ausbeuterischen und spekulativen Absichten‘ auf den Finanzmarktplätzen per Transaktionssteuer den Riegel vorschieben will? Das Zitat stammt nicht von Attac, sondern von Papst Franziskus.“ Prantl ebd.)) Das können auch ihre „Botschafter“ Arend Oetker, Vizepräsident des BDI, oder Rainer Dulger, Präsident von Gesamtmetall, nur bestätigen. Es ist richtig: „Sie wird von den Verbänden der Metall- und Elektro-Industrie finanziert.“ Allerdings, so behauptet sie verschämt, dient sie „keineswegs nur Unternehmen“, auch wenn sie im Sinne der Unternehmer für „flexible Arbeitsmärkte“ eintritt und das Soziale manchmal sehr kritisch sieht, so dass sie  „die von der SPD vorgeschlagene Sozialstaatsreform anlässlich der Jahresauftaktklausur der Partei mit einer Protestaktion begleitet“ hat.
Aber sie stinkt nicht, denn sie will ja  – anders als Attac – nur Gutes. Es wäre natürlich traurig, wenn die Spender aus der Industrie ihre – anders als bei Attac – doch sehr beträchtlichen Beträge (Etat der INSM jährlich etwa 7 Millionen Euro) nicht mehr steuerlich absetzen könnten. Das würde vor allem den Kuratoriumsvorsitzenden Wolfgang Clement, von der SPD zur FDP gewechselt, sehr traurig machen und viele seiner „Botschafter“, wie Unternehmensberater Roland Berger oder Arnulf Baring, den Propaganda-Spezialisten in den Talkshows, oder den edlen von Dohnanyi Klaus. ((Ja, der Dohnanyi ist gemeint, der vor intellektueller Gespreiztheit ähnlich wie einst der selige Karl Lagerfeld kaum mehr halbwegs normal reden kann.))
Nein, lieber Wolfgang Clement, ihr braucht euch nicht zu grämen: Ihr werdet auch in Zukunft noch genug Geld zur Verfügung haben. Quidem parva Erna olet, sed pecunia non olet – Klein Erna stinkt zwar, aber Geld stinkt nicht. Darauf könnt ihr ruhig alle „einen lassen“. Eurer Gemeinnützigkeit wird’s gewiss nicht schaden.[/htsP]