Aua!

Ist er schwer krank und muss eine kostspielige Operation in den USA bezahlen? Hat er Poker gespielt? Oder Roulette? Und hat nun Spielschulden und die Mafia bedroht sein Leben? Benötigt er die Hilfe sündhaft teurer Psychiater? Oder drohen ihm millionenschwere Klagen von sexuell belästigten jüngeren Frauen? Hat er mehrere geliehene Maserati gegen diverse Bäume gefahren?
Um es ganz klar zu sagen: Weiß der Teufel! Wir wissen es nicht.
Wir wissen nur, dass Jan Hofer zu RTL gewechselt ist.

Zum Teufel mit der Satire

Was darf Satire? Nichts.
Fragt nach beim ORF oder in Sachsen-Anhalt.
Nichts.
Der Teufel ist ja auch nur ein Mensch
Die Welt ist so voller negativer Nachrichten; da brauchen wir etwas, was aufbaut, und nicht etwas, was runterzieht. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, des Hofschreibers Stecken und Stab trösten mich. Der Teufel ist ja auch nur ein gefallener Engel und als solcher durchaus attraktiv – natürlich besonders beim weiblichen Geschlecht, auch wenn die eine oder andere es manchmal verschämt leugnet -, und wenn der athletische Rebell nicht gerade fällt (wegen des Pferdefußes oder weil es Gott so gefällt), gewinnt er bei den Paraolympics  mindestens Bronze.
Nein, nicht alles, was der Teufel oder die Regierung tut, ist schlecht! Man weiß doch: Hitler hat nicht nur Millionen Menschen umgebracht, er hat bekanntlich die Autobahnen gebaut. Nicht alle, aber viele. Und auf denen können wir, wenn wir wollen, mit 240 Stundenkilometern dahinrasen, dass jedem “Freiheitlichen”, heißt er nun Lindner oder Beelzebub, das Jauchzen die gemeinsame sonst so gepflegte Sprache verschlägt. Kurzum: Das Positive sei uns Stecken und Stablampe. Danke, alles bestens.
Regierende sind auch Menschen
Richten wir das Licht unserer Stablampe z.B. auf Boris Johnson: Wie haben ihn einige sogenannte Intellektuelle verteufelt! Aber plötzlich sinkt in Groß-Britannien die Anzahl der Covid-Erkrankungen, und Boris Johnson ist nicht mehr der menschenverachtende arrogante Dummkopf, sondern ein Weiser aus dem Inselland. Seine sperrig gekämmten Haare werden zum Strahlenkranz! Das wird auch der Wähler würdigen.
Denn es ist ja bekanntlich der Wähler nicht dumm.


Man muss nur den Durchblick haben
Der Wähler ist nicht dumm. Der Wähler ist nicht dumm. Der Wähler ist nicht dumm.
Der Wähler weiß bekanntlich: Die CDU/CSU versteht etwas von Geld.
Deshalb wählt er sie ja auch.
Alfred Sauter versteht’s
Auch hier mag als Beweis stellvertretend dienen eine vielfach verteufelte Person, der Vorsitzende der CSU-Finanzkommission Alfred Sauter. Er hat bei dem Deal um überteuerte Corona-Schutzmasken 1,2 Millionen Euro Provision kassiert. 1,2 Millionen. Da sage mal einer, er verstünde nichts von Geld! Soviel Geld war drin, weil Herr Spahn – auch er versteht viel von Geld – als Kosten für die Maske 6 Euro zugrunde legte, während sie tatsächlich weniger als 1 Euro kostete. Ein Bombenerfolg: Die Apotheker haben sich daran, so die Aussage eines Apothekers, „dumm und dämlich verdient“. Natürlich wählen 90 Prozent der Apotheker die CDU. Sie sind ja nicht dumm. Die Apotheker sind nicht dumm. So würden auch alle Schornsteinfeger CDU wählen, wenn man ihnen soviel Geld schenken würde, zumal sie ja ohnehin schwarz sind. Ja, selbst die Feuerwehrmänner in ihren roten Autos würden die Feuer brennen lassen, sich vom Brandherd machen und sich von dem Geld z.B. ein feuerfestes Haus an der Côte d’Azur kaufen oder die Branche wechseln und künftig überteuerte Feuerlöscher an Horst Seehofer verkaufen. Auf jeden Fall würden sie alle, alle künftig nur noch die CDU/CSU wählen – denn die, nicht nur die Vorsitzenden von Finanzkommissionen wie Herr Sauter, verstehen etwas von Geld.
Und du und ich, wir wollen Geld sehen, viel Geld
Wir freuen uns daher mit unserem Mitmenschen Sauter Alfred über seinen Reibach beim Maskendeal. Auch wenn er sein Pokerface zeigt, seine leuchtenden Augen verraten ihn. Er ist natürlich gezwungen, gegen den Willen seiner Parteifreunde – positiv denken! – an seinem bayrischen Landtagsmandat festzuhalten. Da mag manche Freundschaft zerbrechen. Aber es würde sein Image als jemand, der etwas von Geld versteht, komplett zerstören, wenn er auf so eine lukrative zusätzliche Einnahmequelle verzichten würde. Das würde ihm der Wähler nicht verzeihen. Der Wähler liebt den Erfolg. Und als ehemaliger Justizminister hat Sauter vermutlich noch gute Beziehungen zu einigen Amigos bei der Polizei und könnte sich notfalls mit einem Paar Handschellen an seinen Stuhl im Landtag fesseln. Die Wähler würden jubeln!!
Günther Oettinger, der weiße Ritter
Von Günther Oettinger ist nicht bekannt, ob er Geld dafür genommen hat, dass er sich für Geschäftsfreunde engagiert hat, und auch nicht, wieviel. Auch weiß man nicht, ob der ehemalige Landesvater in seiner Funktion als EU Kommissar zusätzliche Einnahmen als Lobbyist erschließen konnte, indem er z.B. wie seine CSU Kollegen Zech oder Hauptmann sich um Aserbeidschan oder Mazedonien verdient gemacht hat. Dass er über 13 Nebenjobs hatte neben seiner Arbeit als EU-Kommissar, dürfte aber jemanden wie ihn, der etwas von Geld versteht, nicht daran hindern, schlau weitere Einnahmequellen zu erschließen. Denn so etwas würde beim Wähler übel ankommen.
Aufgrund seiner sprachlichen Defizite hat er sich allerdings bei seinen Jobs zumeist auf Hilfe für deutschsprachige Unternehmen beschränkt. Bei der EU zuständig auch für digitale Wirtschaft hat er z.B. den Wirecard Finanzvorstand Ley getroffen, damit ihm dieser seinen „einzigartigen Geschäftsansatz“ vorstellen konnte. Oettinger weiß davon heute allerdings leider, leider nicht mehr viel, ja eigentlich gar nichts; er weiß nur noch, dass er sich mit dem ehemaligen CDU Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein Carstensen getroffen hat: „Es kann gut sein, dass damals jemand mit dabei war.“ Allerdings hatte Carstensen per E-Mail um Terminvorschläge gebeten zum Thema „Sicherheit im Zahlungsverkehr im Zusammenhang mit verschiedenen Glücksspielangeboten im Internet“ – mit dem Herrn Ley, Vorstand der Bank Wirecard. Oettinger hat dieses Treffen nicht im EU-Lobbyregister – so etwas gibt es in Brüssel tatsächlich – angezeigt. Er hat es wohl einfach vergessen. Dass er sich an die Begegnung nicht mehr erinnert, ist angesichts seiner vielen Jobs nur allzu gut zu verstehen. Muss man ihm das übel nehmen? Der Wähler jedenfalls versteht es. Aber dass er seine Unterstützung so einfach verschenkt, ohne dass für ihn ein paar Tausender herausspringen, kann man sich einerseits nicht denken. Da er aber andererseits eine Art tapsiges Lamm ist und angesichts seiner vielen Jobs schon gar nicht mehr wusste, auf welchem Konto er welche Summen gehäuft hatte, darf ihm niemand eine Nähe zur Korruption unterstellen, was auch immer man darunter verstehen mag. Nein, pfui!1
Oettinger hat viele Freunde
Auf seinen damals als Anwalt tätigen Kumpel Carstensen kann er leider, leider nicht rechnen, wenn es darum geht, sein Gedächtnis aufzufrischen, denn dieser schweigt – Ehrensache – wie ein Grab. So wird man nie, nie, nie erfahren, wer den Anwalt Carstensen für die Vermittlung des Gesprächs bezahlt hat. Und auch Günther Oettinger bleibt – auch ohne viele Autobahnen erbaut zu haben – ein großer Politiker, an dem rumzunörgeln sich einfach verbietet.
Man sieht: die Welt ist viel schöner, wenn man nur positiv denkt.

Teller waschen mit Christian Lindner

GRRRRRR!!! Welch ein schreckliches Virus hat ihre Hirnzellen so aufgeweicht, dass in ihren Schädeln nur noch eine eitrige gelbbraune Brühe schwappt? Oder würde man beim Aufbrechen der Schädeldecke nur Leere finden, weil es sich um eine seelische Erkrankung handelt, die zu einer allgemeinen Verkümmerung führt?
GRRRRRR!!!
Friede Friede Friede
Springer
Und den Bürgern ein Wohlgefallen
Wenn Christdemokraten und Christian „Porsche“ Lindners Lobbypartei mit ihren Steuerplänen – laut dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (vgl. „Süddeutsche Zeitung vom 10.7.21) – weiter „von unten nach oben“ umverteilen wollen, so lässt das 94 Prozent der Bevölkerung vor Wut schäumen? Nein, niemanden; es ist das schon eine Art Folklore. Man schaukelt dümmlich grinsend mit dem Kopf zum Schuhplattler von Florian Silbereisen und Helene Fischer, wie er platter nicht geht. Oder sehen sie die Ungerechtigkeit, glauben aber, es sei naturgegeben wie der Klimawandel? Nichts zu machen? Ein Naturgesetz eben?
Die Christlichen, Sauter usw., und ihre Porsche-Freunde verstehen bekanntlich etwas von Geld, und zwar von viel viel viel Geld, von immer mehr Geld. Deshalb müssen viele christdemokratische Abgeordnete (43%) und viele von der „Porsche“-Lindner-Partei (62%) auch als Parlamentarier nebenbei viel dazu verdienen, damit sie noch mehr haben. Viel viel viel. Ihr Motto „Viel für Wenige“ kommt bei den wenigen mit viel gut an und veranlasst diese, einen Teil des ihnen zusätzlich geschenkten Reichtums in Spenden anzulegen, und zwar natürlich an diese ihnen so freundlich gesinnten Parteien. Sie hätten ohnehin nicht gewusst, wohin mit dem Geld, denn in Unternehmen investieren wollen sie nicht; angesichts der niedrigen Zinsen hätten sie dies sonst längst getan. Wen regt das auf? Anscheinend niemanden, denn die beiden Parteien erhalten bei Wahlen tatsächlich trotzdem zusammen mehr als 6 Prozent der Stimmen.
O Gott, o Gott!
Friede sei mit dir, denn mit viel Geld kann man viel kaufen, auch Wohlgefallen. Das wussten Hugenberg, Berlusconi, Orban, Trump, Mathias Doepfner und Friede Springer.
Sehet und höret, die ihr da viele seid mit wenig. Habt ihr nicht Augen und Ohren? Seid ihr noch zu retten?
Aber, aber, so rufen sie voll kitschigen Mitgefühls, die wenigen mit viel, die sind ja doch auch Menschen wie wir: Sie haben auch Augen, Ohren, Münder, sogar Nasen; die müssen auch zum Zahnarzt und manchmal gibt es tatsächlich auch Probleme mit dem Lebensabschnittsgefährten – das kann man dann in der BILD lesen. Darüber hinaus aber haben sie auch Yachten, Porsche, Privatflugzeuge, Villen am Lago Maggiore oder in der Toscana. Dank den Parteien, die die wenigen mit viel fördern, baden sie im Geld, ohne deswegen an Allergien zu leiden oder zum Psychiater wandern zu müssen.
Also ihr vielen mit wenig, träumt weiter! Von bezahlbarem Wohnraum, gar Reichtum. Wascht fleißig Teller! Denn wartet nur, balde werdet ihr alle Friedrich Merz.

Begriffsklärung

Wenn man konservativ die Verhältnisse bewahren möchte – der Niedriglohnsektor umfasst nahezu ein Viertel aller Beschäftigungsverhältnisse, und die Vermögensungleichheit ist fast genauso hoch wie in USA –, dann verkörpert man was? Richtig, die goldene  ♥Mitte♥!
Und wenn man als Partei der Immobilienwirtschaft hilfreich unter die Arme greift, damit sie weiterhin gut an hohen Mieten verdienen kann, erhält man fast 1,24 Millionen € an Spenden von der Immobilienwirtschaft, und man verkörpert nicht etwa eine – möglicherweise etwas korrupte (?) – Extrempartei, sondern die goldene ♥Mitte♥.
Wenn man wie Lindners Partei, die SSA (Schafft die Steuern ab), die bestehende Ungerechtigkeit noch vergrößern möchte, dann gehört man keineswegs zu den Extremparteien, sondern zur ♥Mitte♥.
Die Mitte ist allem Anschein zum Trotz nicht exklusiv. Denn Mitte ist schön, alles andere ist extrem und hässlich!
Als Extremisten muss man daher den amerikanischen Präsidenten Biden bezeichnen, der im Gegensatz zu seinem Vorgänger Trump höhere Steuern für die Superreichen erheben will. Sowas tut man nicht.
Stefan Kornelius von der „Süddeutschen Zeitung“ setzt dagegen, wenn er mit „Extremparteien“ AfD und Linke meint (15.5.21), ganz in der Tradition Konrad Adenauers Rechte und Linke gleich, obwohl die Rechte traditionell nie etwas gegen ihre reichen Förderer (z.B. von Trump oder Adolf Schicklgruber) hatte. Naja, Adenauer hatte etwas gegen die Ssssowjets, aber auch nichts gegen die Globkes. Er verkörpetre eben die goldene ♥Mitte♥. Fürchtet sich Stefan Kornelius vor Stalin in Gestalt von Oscar Lafontaine oder Christoph Butterwegge? Muss er sich ängstigen, dass ihm die perfiden, von Sozialneid zerfressenen Linken seinen ganzen Reichtum rauben werden? Oder zittert er schon jetzt, dass die rote Sahra ihm einst das Vermögen stehlen könnte, das er momentan gerade als Tellerwäscher anzuhäufen im Begriff ist, um einst einst seinen Traum wahr werden zu lassen und wie ein Friedrich Merz über mindestens zwei Flugzeuge zu verfügen?

 

Rechts überholen!

Zu seinem 200. Todestag feiert rankreichs oberste Faschistin Marine LePen Napoleon, und zwar die militärischen Siege (Austerlitz, Marengo, Wagram etc.) in den Eroberungskriegen des Diktators, die Europa zu französischem Territorium machten, in dem Hamburg, Barcelona, Rom oder Amsterdam zu französischen Départements wurden: „Die Bestimmung Frankreichs ist die Größe.“ 1
Da muss unsere arme Alice Weidel natürlich reagieren. Sie feiert daher wohl den deutschen – in Aachen gekrönten – Kaiser Karl den Großen, von den Franzosen fälschlich Charlemagne genannt, dessen Feldzüge Europa zu deutschem Territorium (FrankenReich) machten. (Weidel verzichtet – zum Ärger ihrer Kollegen Chrupalla und Höcke – allerdings darauf, auch den größten Feldherrn aller Zeiten, „Gröfaz“. namens Adolf Schicklgruber anzuführen, dessen Feldzüge Europa u.a. mit den Städten Paris, Warschau, Oslo, Athen zu deutschem Territorium machten.)