Strack Zack Tot

Oh, Mann! Es hat schon was: Oben im SUV thronend auf der Autobahn die kleinen Golfs und Polos von der linken Fahrbahn jagen – das ist jedenfalls etwas anderes als Teller und Tassen abtrocknen oder den verdammten Rasenmäher vom feuchtklebrigen Gras zu befreien.
Aber seitdem wir in Europa endlich wieder einen richtigen Krieg mit richtigen Kriegern haben, verblasst das Vergnügen am SUV, zielt die Sehnsucht auf Größeres, viel Größeres: die Panzer, Herren über Leben und Tod, mörderische Raubtiere: Marder, Gepard, Leopard, Panther!
Leider ist laut BILD-Zeitung das Befahren der Autobahn mit einem privaten Panzer noch immer verboten, nur SUVs sind erlaubt. Auch müssten die Einstiegsluken der Panzer etwas verbreitert oder durch Türen ersetzt werden, und auch drinnen könnte der Komfort durchaus verbessert werden. (Vielleicht könnte man das Alkoholverbot etwas lockern; schließlich fährt so ein Panzer ja meist keine 200 km/h.) Aber dann losbrettern!
Oh, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, was wäre das für ein Riesenspaß. Vielleicht auch noch das Gesicht ein wenig mit Tarnfarbe anstreichen? Ob wohl Marie-Agnes Zack-Zimmermann schon mal überlegt hat, ob sie nicht auch für ihre vielen kriegerischen Fernsehauftritte sich das Gesicht mit so ein wenig übel riechendem Tarndreck vollschmieren sollte? Aber es passt ja auch wieder nicht zu dem frisch gebügelten Äußeren von der lieben Marie-Agnes. (Im SUV ist die schmutzige Tarnfarbe übrigens auch eigentlich unnötig, obwohl sie einigen Fahrern gut stehen würde.) Aber vor allem  braucht so ein braver, mutiger Zack-Zimmermann immer Munition in seinem Panzer, einem echten Panzer selbstverständlich, nicht so einem Halbpanzer wie dem SUV, und zwar reichlich, nein, noch viel mehr. Und dann geht’s aber ab! Feurio! Sie hat sich schon kundig gemacht, mit welcher Waffe mit wieviel Schuss zu welchem Preis man wieviel Menschen töten kann. Das Maß hat sie sinniger Weise einen “Strack”genannt.
Hoho, unglaublich, was da alles an tollen Waffen auf dem Markt ist – auch an neuen Panzern.  Wahre Prachtstücke!
Kein Wunder, dass das Panzermuseum Münster, das nach Frau Strack-Zimmertmann benannt werden soll, momentan „enormen Zulauf“ hat; das entnehmen wir der „Süddeutschen Zeitung“; auch sein Videokanal – ja, sowas hat es auch – ist sehr gesucht, belegt Rang 18 bei den Museumskanälen auf Youtube weltweit. Ob sie dort auch Rummsdi-bummsdi-Strack-Zack-Musik haben?
Elon Musk überlegt, seine Produktion auf aggressivere Modelle, natürlich als gepanzerte SUV, umzustellen. Da die Namen Panther, Gepard, Leopard, ja leider sogar Marder schon vergeben sind, sucht er noch nach passenden Namen. „Tiger“ wäre noch zu haben – oder „Puma“? Oder „Nilpferd“! Das „Nilpferd“ ist extrem kräftig und aggressiv, und seine etwas ausladende Gestalt könnte bei vielen äußerlich ähnlich gebauten Kunden eine leidenschaftliche Anziehung bewirken.
Ach egal! Hauptsache zisch peeeeeeng!!!! Sagt die Strack-Zimmermann und blickt stahlhart.

lechts rinks

Zu einer Demonstration gegen FDP-Wohnungsbaupolitik haben sich auch Sozialdemokraten und Grüne gesellt, obwohl sie nicht in der Opposition sind: “Nur dass man diesmal nicht gegen rechts aufläuft oder den Klimakollaps, sondern gegen den liberalen Koalitionspartner”. Der ist anscheinend – so meint Roland Preuss in der “Süddeutschen Zeitung” (24.6.22)  – gar nicht rechts. Gut für die Koordinaten von Preuss, dass es wenigstens noch die Höckes von der AfD gibt.

Holla!

Es gibt Momente, da kann man nicht anders als sich freuen über einen rechtschaffenen, pflichtbewussten Vertreter des Volkes, wie z.B. den den Bürgermeister von Salzgitter Franz Klingebiel (CDU) , von dem wir über die „Süddeutsche Zeitung“ (24.6.22) erfahren haben, dass er Verbrechen wie den Mord an einer Fünfzehnjährigen durch einen dreizehn- und einen vierzehnjährigen Jungen in Salzgitter nicht gutheißt. Ja, seine Äußerung lässt es an Deutlichkeit nicht fehlen, wenn er in der Salzgitter Zeitung sogar „dieses grausame und kaltblütige Verbrechen aufs Schärfste“ verurteilt. Schärfer geht gar nicht. Ein Bravo für diese entschiedene, mutige und jedenfalls hochmoralische Verurteilung einer „kaltblütigen“ – die Polizei vermutet Hass als Tatmotiv – Tat.

Das kommt davon!

Gefunden in Frankreich (Museum). Diskriminierung? Im Land von Liberté, Égalité, Fraternité? Nein, nur dem Google Übersetzer blind vertraut: Französische Vorlage war sicher : “Ne pas toucher” ( Nicht <ne pas> an<zu>fassen <toucher>!) gelesen als “Né pas toucher” (Geboren (né) <zu> berühren <toucher>.)