Eine Umweltbehörde, die Spaß macht

Die USA besitzt eine Umweltbehörde EPA (Environnement Protection Agency). Sie sollte ursprünglich dem Schutz (protection) der Umwelt dienen. Aber Trump sagt, Umwelt sei Fake News. Deshalb soll seine Umweltbehörde Spaß machen. Der Meinung, dass Umwelt so richtig Quatsch ist, war auch immer schon (?) Scott Pruitt, wobei seine Meinung möglicherweise erst durch die 300 000 Dollar eine gewisse Festigkeit gewann, die ihm die Unternehmen der fossilen Energiebranche in seine Taschen stopften. Das versteht man ja irgendwie. Als Evangelikaler Christ wusste er ja zudem, dass Gott nichts Böses in der Welt zuließ – außer Fake News. Und als Republikaner war er natürlich wie Christian Lindner für Freiheit, d.h. gegen jede Art von staatlicher Regulierung, z.B. Grenzwerte (!) für Luftverschmutzung, für bei Erdgasbohrungen entweichendes Methanol oder für Quecksilber- und Arsenemissionen bei Kohlekraftwerken. Sollten diese Verschmutzung tatsächlich stattfinden und die Gifte tatsächlich entweichen, so ist dies gottgewollt und folglich gesund. Und was den Klimawandel betrifft, so braucht man nur allen Verbohrten den winterlichen Schneeball unter die Nase zu reiben (hoho!), um die Vorstellungen sogenannter „Wissenschaftler“ als das auszuweisen, was sie wirklich sind, nämlich Schauermärchen. Die weisen Gebrüder Koch, die sozial engagierte Kohleindustrie und Trump wiesen zudem unter Einsatz von viel Geld darauf hin, dass die Einschränkungen durch die Grenzwerte die Produktion verteuerten, den Absatz verringerten und die Arbeiter ins Elend stürzten. Das aber – so sagt das christliche Gewissen – durfte nicht sein. Und deshalb machte Trump Pruitt zum Chef der EPA, damit er in Zusammenarbeit mit den betroffenen Industrieunternehmen, z.B. Devon Energy und Petrochemical Manufacturers, eine großartige und nachhaltige EPA-Agenda ausarbeitet, mit der sämtliche Beschränkungen, die unter Obama eingeführt worden waren, wieder rückgängig gemacht wurden. Pruitt hat den Plan der Unternehmen, wie sich ein führender Vertreter rühmte1, Punkt für Punkt übernommen und abgearbeitet.
Da ist es nun allerdings ein wenig traurig, dass der selbstlose Geldsammler für das Gemeinwohl der Amerikaner und der außeramerikanischen Menschheit zurücktreten musste, nur weil er sich auf Staatskosten bereichert haben soll. Wer tut das nicht? Trump sprach einst von einem Sumpf, den er trockenlegen wolle, ohne dass aber seine Geschäfte weniger profitabel werden durften. Man wirft dem armen Pruitt unter anderem vor, dass er einen schusssicheren Schreibtisch im Wert von 70 000 Dollar gekauft habe. Da kann man sich nur wundern: Die Anschaffung ist doch irgendwie verständlich angesichts der Mordswut einiger Umweltfanatiker, die Gesundheit und Leben bedroht sehen.

  1. zu sehen in der Dokumentation von James Jacoby „Trumps Klimakrieg bzw. „War on the EPA“ – lief auf ZDF info und Phoenix []

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