Vorzeigbarer Edelkäse?

Ist er – wie Gerhard Hauptmann – gar ein Goethe? Oder vielleicht doch nur ein ganz ganz kleines Wölfchen (Biermann)? Man könnte ihn den Theo Waigl der deutschen Literatur nennen, zumindest was die Augenbrauen betrifft, allerdings wäre er vielleicht doch lieber in der AfD. Der beim Schreiben zum Kitsch und beim Denken zum Minimalismus neigende Martin Walser hatte, in seiner Eitelkeit gekränkt, einst mit dem Roman „Tod eines Kritikers“ ein „übles“ (Ruth Klüger), weil antisemitisch wirkendes (Jan-Phlipp Reemtsma) Buch geschrieben und sich in seiner Rede zum Friedenspreis über die „Moralkeule“ beschwert, die die Deutschen wegen der Verbrechen im Hitler-Nazi-Reich niederknute. Trotzdem kommt die Literaturkritikerin Iris Radisch „aus dem Staunen nicht heraus“,

  1. Die Zeit 29.11.17 []

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